Jahreshoch in Reichweite!
Jahresendrallye für TUI? Höchster Stand seit September sorgt für Aufsehen
Am Montag ließ die Aktie des Reisekonzerns alle anderen großen deutschen Indexwerte hinter sich und zieht um 7,5 Prozent davon. Die Deutsche Bank zeigt sich zuversichtlich für das kommende Jahr.
- Tui-Aktie steigt um 7,5 Prozent auf 8,88 Euro.
- Analyst hebt Kursziel von 11 auf 12 Euro an.
- Langfristige Bilanz bleibt schwach, nur 5% Rendite.
- Report: Renditeturbo 2026 - 5 Aktien mit Potenzial
Die Papiere von Tui haben am Montag ihre Rallye fortgesetzt und mit 8,88 Euro den höchsten Kurs seit Anfang September erreicht. Ein Tagesplus von mehr als 7,5 Prozent unterstreicht den starken Lauf der letzten Wochen: Seit Anfang November steht ein Wertzuwachs von rund einem Viertel zu Buche.
"Das Jahr 2025 bestätigte mehr oder weniger unsere Erwartungen: geringeres Wachstum in den USA, relativ schwache Geschäftsentwicklung in Nordeuropa, sehr solide Entwicklung im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum, mit Ausnahme von China", schrieb DB-Analyst Andre Juillard in einem Bericht zur Reisebranche und hob sein Kursziel für Tui von 11 auf 12 Euro an.
Damit wäre noch gut ein Drittel Luft nach oben für die Aktie. "Auch wenn die Aussichten für 2026 nicht allzu gut sind, gehen wir dennoch davon aus, dass einige der von uns gecoverten Unternehmen mit einer gewissen operativen Hebelwirkung ein ordentliches Wachstum erzielen werden."
Auch im wallstreetONLINE-Forum wurde die Nachricht euphorisch diskutiert: "Der Zug Tui fährt aus dem Bahnhof und nimmt jetzt langsam wieder Fahrt auf. In einem Jahr diskutieren wir hier über einen Dax Aufstieg. Nur Geduld", schreibt User teenangel1979.
Trotz des frischen Schwungs bleibt die längerfristige Bilanz der TUI-Aktie jedoch mager. Seit Jahresbeginn kommt die Aktie nur auf gut 5 Prozent Rendite – deutlich weniger als der MDax mit mehr als 17 Prozent. Das Chartbild ist weiterhin von den Folgen der Pandemie und den anschließenden Staatshilfen sowie Kapitalmaßnahmen geprägt.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
