Nächster Meilenstein
Dan Ives: Microsoft knackt 2026 die 5-Billionen-Marke
Microsoft gilt vielen Investoren weiterhin als großer Profiteur des KI-Booms – doch die eigentliche Story dreht sich längst nicht mehr nur um OpenAI.
- Microsoft profitiert stark vom KI-Boom, nicht nur OpenAI.
- Bewertung könnte 2026 auf 5 Billionen US-Dollar steigen.
- Risiken durch hohe Investitionen und mögliche Überkapazitäten.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Während die Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler strategisch wichtig bleibt, baut der Softwaregigigant sein eigenes KI-Ökosystem immer aggressiver aus. Analysten sprechen bereits vom nächsten großen Wachstumssprung.
Wedbush-Technologe Dan Ives sieht Microsoft auf dem Weg zu einer Bewertung von 5 Billionen US-Dollar im Jahr 2026 – getragen von einem KI-Markt, der in die nächste Entwicklungsphase eintritt. Aktuell liegt der Börsenwert bei rund 3,6 Billionen US-Dollar. Zwar bleibt OpenAI ein kritischer Partner, doch Microsoft hat seine KI-Plattform längst tief in Azure, Office, Windows und in Entwickler-Tools wie GitHub Copilot verankert. Genau diese breite Aufstellung gilt als großer Wettbewerbsvorteil, wie das Branchenportal Yahoo Finance in einer neuen Analyse aufschlüsselt.
Demnach habe Microsoft dank breiter Produktbasis, hoher Kundenbindung und wachsender Partnerlandschaft die besten Chancen, in dem kommenden Jahren zu einem der wichtigsten Akteure auf dem globalen KI-Markt zu werden.
OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar betont, dass Microsoft weiterhin zentral sei, um den enormen Rechenbedarf der Branche zu decken. Doch gleichzeitig lockert die neue Vereinbarungsstruktur die Abhängigkeiten auf beiden Seiten. OpenAI arbeitet inzwischen mit weiteren Cloud-Anbietern zusammen, während Microsoft Milliarden in zusätzliche Modellpartner wie Anthropic steckt – und damit seine KI-Pipeline diversifiziert.
Für Investoren entscheidend: Der finanzielle Hebel steckt weniger im OpenAI-Anteil selbst, sondern im massiven Azure-Geschäft. Analystenschätzungen zufolge stammen drei Viertel der KI-bezogenen Azure-Umsätze aus Microsofts eigenen Diensten, nicht aus dem Weiterverkauf von OpenAI-Modellen. Gleichzeitig sichern langfristige Verträge – etwa Anthropic-Zusage für 30 Milliarden US-Dollar Azure-Rechenleistung – potenziell enorme Einnahmen.
Risiken blendet der Markt dennoch nicht aus. Microsoft plant bis 2025 KI-Investitionen von rund 80 Milliarden US-Dollar; Mega-Projekte wie das "Stargate"-Rechenzentrum mit einem möglichen Volumen bis zu 500 Milliarden US-Dollar werfen Fragen nach Überkapazitäten auf. Sollte die KI-Nachfrage abkühlen oder Konkurrenzmodelle schneller wachsen, könnte sich die Investitionswelle als zu ambitioniert erweisen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Microsoft Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,38 % und einem Kurs von 402,4EUR auf Tradegate (16. Dezember 2025, 11:34 Uhr) gehandelt.
