Weltwirtschaft
Warum Künstliche Intelligenz zum Wachstumsmotor der nächsten Jahre wird
Investitionen in Künstliche Intelligenz stützen die Weltwirtschaft. Doch neue Handelsrisiken bedrohen das Wachstum, warnt die OECD.
- Investitionen in KI stützen globales Wachstum weiter.
- OECD erwartet Produktivitätssteigerung durch KI-Nutzung.
- Handelsrisiken bremsen Wirtschaftswachstum langfristig.
- Report: Vorsicht, geheim!
Die Investitionen in Künstliche Intelligenz nehmen weltweit weiter zu. Sie haben das globale Wachstum zuletzt spürbar gestützt. Dieser Trend dürfte anhalten. Das sagte Mathias Cormann, Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, im Gespräch mit Bloomberg Television.
Die in Paris ansässige Organisation hatte zuvor ihre Wachstumsprognosen für mehrere große Volkswirtschaften angehoben. Dazu zählen auch die Vereinigten Staaten. Nach Einschätzung der OECD federn höhere Technologieausgaben die Folgen anhaltender Handelsunsicherheit ab.
"Wir erwarten, dass das Niveau der Investitionen in Künstliche Intelligenz noch einige Zeit weiter steigen wird."
Produktivität als langfristiger Gewinn
Mittelfristig und langfristig sieht die OECD deutliche Vorteile für die Weltwirtschaft. Die zunehmende Verbreitung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz könne die Produktivität deutlich erhöhen. Das gelte für viele Branchen zugleich.
"Über den mittleren bis langen Zeitraum erwarten wir erhebliche positive Effekte auf das Produktivitätswachstum durch die beschleunigte Verbreitung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der gesamten Wirtschaft", sagte Cormann.
Wachstum verlangsamt sich trotz Rückenwind
Trotz der positiven Impulse rechnet die OECD mit einer Abschwächung der globalen Konjunktur. Das weltweite Wirtschaftswachstum dürfte im kommenden Jahr auf 2,9 Prozent sinken. Für 2025 erwartet die Organisation noch 3,2 Prozent.
Die Risiken für die Konjunktur bleiben hoch. Vor allem die Handelspolitik belastet den Ausblick. "Wir sehen ein erhebliches Maß an Abwärtsrisiken", sagte Cormann. Die Folgen von Zöllen seien noch nicht vollständig spürbar. Zudem bestünden weiterhin Handelsunsicherheit und strukturelle Belastungen für die Weltwirtschaft.
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Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
