Kupfermacht wird ausgebaut
Glencore greift nach Kupfer: Wird dieser Peru-Deal zum Gamechanger?
Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore sichert sich ein weiteres Kupfervorkommen in Peru nahe Antapaccay. Die Übernahme stützt den Kupferfokus und soll die langfristige Erzversorgung sichern.
- Glencore übernimmt Kupfervorkommen in Peru, stärkt Fokus.
- Akquisition sichert langfristige Erzversorgung für Antapaccay.
- Ziel: Kupferproduktion bis 2028 auf 1 Mio. Tonnen steigern.
- Report: Vorsicht, geheim!
Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore baut seine Präsenz in Peru aus. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, hat eine von Glencore kontrollierte peruanische Gesellschaft sämtliche Anteile an der Compañía Minera Quechua S.A. übernommen und sich damit die Rechte an einem Kupfervorkommen in Espinar in der Region Cusco gesichert. Das Kupfervorkommen liegt in unmittelbarer Nähe zur Antapaccay-Mine von Glencore. Die Übernahme erweitere die Investitionen des Konzerns in der Region Espinar und könne den bestehenden Minenbetrieb unterstützen.
Insbesondere biete das Vorkommen Potenzial, die Erzversorgung von Antapaccay sowie der angrenzenden Lagerstätte Coroccohuayco langfristig zu ergänzen, heißt es weiter. Glencore betreibt in Peru unter anderem die Kupfermine Antapaccay, die sich vollständig im Konzernbesitz befindet und seit 2012 in Produktion ist. Im Jahr 2024 wurden dort gemäß Mitteilung rund 146.000 Tonnen Kupfer in Konzentratform gefördert. Darüber hinaus ist Glencore Eigentümer der Kupferlagerstätte Coroccohuayco, an der Minengesellschaft Antamina beteiligt sowie im Logistik- und Marketinggeschäft im Land aktiv.
Die Akquisition fügt sich in den jüngst kommunizierten strategischen Fokus von Glencore auf Kupfer ein. Der Konzern hatte Anfang Dezember am Kapitalmarkttag angekündigt, den Kupferabbau deutlich ausweiten zu wollen. Bis 2028 strebt Glencore eine jährliche Produktion von rund 1 Million Tonnen an, bis 2035 sollen es etwa 1,6 Millionen Tonnen sein. Hintergrund ist ein erwartetes starkes Marktwachstum, insbesondere getrieben durch Elektrifizierung und Energiewende. Kupfer gilt dabei als zentrales Metall.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie von Glencore drei Prozent hinzugewonnen. Am Dienstag (12:00 MEZ) steht sie ein Prozent im Minus. Ein Anteilschein kostet aktuell 4,27 Euro. In den letzten Wochen gaben zwei Analystenbanken für die Aktie Kursziele ab. Die Berenberg Bank bewertete die Aktie mit einem "Buy" bei einem Kursziel von 3,50 GBP. JPMorgan bewertete die Aktie mit einem "Hold" bei einem Kursziel von 4,00 GBP.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die Glencore Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,66 % und einem Kurs von 4,336EUR auf Tradegate (16. Dezember 2025, 11:54 Uhr) gehandelt.
