50-Prozent-Rallye
Starke Story, starkes Jahr: Das ist Deutschlands beste Versorger-Aktie 2025
Mit Offshore-Wind, neuen Gaskraftwerken, Rechenzentrumsdeals und starken US-Renditen sieht die Deutsche Bank RWE bestens positioniert – und attestiert der Aktie weiteres Potenzial.
- RWE von Deutsche Bank mit "Kaufen" bewertet, Kursziel 50€.
- 2025: Top-Performer im europäischen Versorgersektor.
- Starke Projekte in Offshore-Wind und USA treiben Wachstum.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Die Deutsche Bank nimmt RWE wieder unter die Lupe – und startet die Bewertung mit Kaufen. Das neue Kursziel: 50 Euro je Aktie, rund 15 Prozent über dem aktuellen Niveau. Analysten sehen den Essener Energiekonzern vor einem "Investment-Feuerwerk", das 2026 und 2027 entscheidende Weichen stellen dürfte.
2025 zählt RWE laut Studie zu den Top-Performern im europäischen Versorgersektor – ein Total Shareholder Return von 55 Prozent, der zweitbeste Wert im Index. Rückenwind kam vor allem aus dem vierten Quartal, unter anderem durch den ersten großen Deal im boomenden Geschäft rund um Rechenzentren. Zehn weitere Projekte befinden sich in Vorbereitung.
Unter anderem geht RWE bei der Offshore-Windauktion AR7 in Großbritannien als einer der größten Player ins Rennen. 5,2 Gigawatt an bereits genehmigter Kapazität verschaffen einen klaren Vorteil. Die Auktion am 14. Januar könnte ein zentraler Kurstreiber werden.
Auch in Deutschland werden neue Großprojekte erwartet. Berlin plant 8 Gigawatt H₂-ready-Anlagen für 2026. RWE hat 2,7 Gigawatt an Turbinen gesichert und gilt damit als einer der bestvorbereiteten Bewerber.
Und auch in den USA zieht das Geschäft wieder an. Die Analysten verweisen auf stark steigende PPA-Preise bei gleichzeitig stabilen Investitionskosten. RWE baut derzeit 4,3 Gigawatt an US-Projekten – deutlich margenstärker als viele EU-Vorhaben.
Für 2026 sieht die Deutsche Bank 17 Prozent Gewinnpotenzial über Markterwartung. Die Prognosen basieren konservativ – mögliche Kapitalgewinne aus Rechenzentrumsprojekten sind noch nicht eingerechnet.
Für Anleger gibt es neben der Dividendenrendite von 3 Prozent auch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm. RWE hat zwei Drittel seines 1,5 Milliarden Euro schweren Rückkaufplans erfüllt. Da die
Aktie inzwischen rund 40 Prozent gestiegen ist, erwarten die Analysten keine Verlängerung zugunsten wachstumsstarker Investitionen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
