Pharma Top-Pick für 2026
Bristol-Myers: Patent-Angst drückt die Bewertung, doch die Pipeline ist stark!
Bristol Myers Squibb bekommt Rückenwind von BofA Research: Die Analysten stufen die Aktie auf Kaufen hoch und setzen das Kursziel auf 61 US-Dollar. Der Grund: eine historisch niedrige Bewertung und eine starke Pipeline.
- BofA stuft Bristol-Myers auf Kaufen, Kursziel 61 USD.
- Pipeline mit vielversprechenden Projekten bis 2026.
- Krise eingepreist, Chancen für Comeback vorhanden.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Die BofA-Analysten sehen für die Aktie des US-Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb (BMY) ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Und das, obwohl ab 2026 mehrere umsatzstarke Medikamente den Patentschutz verlieren. Die Aktie werde deshalb mit einem deutlichen Abschlag gehandelt, doch die Analysten betonen: Das Tief sei womöglich erreicht. Ein geschätzter Gewinnboden um 5 US-Dollar je Aktie bilde aus ihrer Sicht eine robuste Untergrenze für die Bewertung.
Entscheidend ist für BofA die Pipeline. Gleich vier bis sechs Programme könnten 2026 entscheidende klinische Daten liefern. Dazu zählen der Gerinnungshemmer milvexian (Schlaganfallprävention), das Lungenfibrose-Mittel admilparant, mehrere CELMoD-Kandidaten in der Blutkrebstherapie sowie neue Studiendaten zu Cobenfy im Bereich Psychiatrie und Alzheimer-Psychose. Gelingt eines dieser Großprojekte, sehen die Analysten erhebliches Kurspotenzial – gelingt mehr als eines, könnte BMY ab 2029 wieder auf einen klaren Wachstumspfad einschwenken.
Seit Jahresanfang haben die Papiere rund 4 Prozent verloren und hinken dem starken Gesamtmarkt damit klar hinterher. Auch 2026 dürfte für den Konzern zum Übergangsjahr werden: Der Umsatz dürfte wegen auslaufender Patente auf Revlimid, Pomalyst und Teilen von Eliquis deutlich zurückgehen. Gleichzeitig will der Konzern seine Kostenbasis straffen und die Marge stabil halten. BofA rechnet trotz Gegenwinds nur mit einem Gewinnrückgang von etwa zehn Prozent – ein Wert, der aus Sicht der Analysten bereits im aktuellen Kurs eingepreist ist.
Besonders spannend: BofA hält die angenommenen Pipeline-Umsätze von rund 8 Milliarden US-Dollar in den Folgejahren für realistisch – und verweist auf mehrere Szenarien, in denen BMY diese Schwelle sogar übertreffen könnte. 2026 dürfte damit zum größten klinischen Datenjahr der Unternehmensgeschichte werden.
Ihr Fazit: Die Krise ist eingepreist, die Chancen nicht. Für mutige Anleger könnte Bristol Myers Squibb vor einem Comeback stehen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
