Nach Kursverdreifachung
D-Wave vor der nächsten Monster-Rallye? Jefferies zündet Kursziel-Bombe
Jefferies feuert bei D-Wave den nächsten bullishen Call ab – und ordnet den Quantum-Sektor neu ein.
- Jefferies empfiehlt D-Wave: Kursziel 45 USD, +75%.
- D-Wave hat 204% seit Jahresbeginn zugelegt.
- IonQ: Kaufempfehlung, Kursziel 100 USD, +100%.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Jefferies sieht bei der Aktie von D-Wave Quantum weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial. Die Investmentbank hat den Quantencomputer-Spezialisten neu mit einer Kaufempfehlung aufgenommen und ein Kursziel von 45 US-Dollar vergeben. Vom aktuellen Kursniveau aus entspricht das einem möglichen Plus von rund 75 Prozent. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits um rund 204 Prozent zugelegt.
Analyst Kevin Garrigan verweist auf die günstigen Rahmenbedingungen im Quanten-Ökosystem, die sowohl die Stimmung als auch die Nutzung entsprechender Architekturen verbessern. Mit der kommerziellen Verfügbarkeit des Systems Advantage2 über die Plattform Leap würden diese Faktoren zu besserer Kundenaufklärung, steigenden Experimentierbudgets und mehr Pilotprojekten führen, so Garrigan. Zudem lobt Jefferies die zweigleisige Roadmap von D-Wave, die Annealing-Systeme für Optimierungsaufgaben mit Gate-Modell-Technologien für Simulationen, Chemie und lineare Algebra kombiniert. Eine integrierte Full-Stack-Plattform reduziere die Einstiegshürden und erleichtere den Übergang von Pilotprojekten in den Produktivbetrieb.
Auch die kommerzielle Traktion wertet Jefferies positiv. Mehr als 100 Organisationen aus Bereichen wie Fertigung, Logistik, Telekommunikation, Pharma und öffentlichen Anwendungen setzten D-Waves Systeme bereits produktiv ein. Finanziell sieht Jefferies das Unternehmen solide aufgestellt. D-Wave gehe mit 836,2 Millionen US-Dollar an Barmitteln, rund 32 Millionen US-Dollar Schulden und gestärktem Eigenkapital in das Geschäftsjahr 2026 und verfüge damit über mehrere Jahre finanziellen Spielraum zur Umsetzung der Technologie-Roadmap.
Parallel dazu nahm Jefferies auch IonQ und Rigetti Computing in die Berichterstattung auf. IonQ stufte die Bank ebenfalls mit "Kaufen" ein und setzte ein Kursziel von 100 US-Dollar. Das entspricht
einem Kurspotenzial von 100 Prozent. Garrigan sieht IonQ als Profiteur derselben günstigen Ökosystem-Trends, hebt jedoch die technologische Positionierung der Architektur mit gefangenen Ionen
hervor. "Die Architektur mit gefangenen Ionen zeichnet sich durch Kohärenz, Genauigkeit und native All-to-All-Konnektivität aus", schrieb er und verwies auf eine langfristig auf Fehlertoleranz
ausgelegte Roadmap sowie wachsende Partnerschaften mit Regierungen und Unternehmen.
Rigetti Computing bewertete Jefferies dagegen zurückhaltender mit "Halten" und einem Kursziel von 30 US-Dollar. Zwar sieht Garrigan strukturelle Vorteile durch Branchentrends und die Chiplet-basierte Architektur, verweist jedoch auf Umsetzungsrisiken und eine weiterhin hohe Abhängigkeit von staatlichen Einnahmen. "Trotz der jüngsten technischen Fortschritte erfordert die Glaubwürdigkeit aufgrund früherer Verzögerungen bei der Roadmap eine nachhaltige Umsetzung", so der Analyst. Eine schuldenfreie Bilanz und hohe Liquidität böten zwar finanzielle Stabilität, das Risiko bleibe im Vergleich zu Wettbewerbern jedoch erhöht.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

