Netflix oder Paramount
Warner Bros Discovery: Wird das 108,4 Milliarden US-Dollar Angebot abgelehnt?
Netflix galt als sicherer Kandidat für die Übernahme von Warner Bros. Da mischte sich Paramount mit einem feindlichen Angebot ein.
- Netflix erhielt Zuschlag für Warner Bros. Übernahme.
- Paramount legt feindliches Angebot von 108,4 Mrd. vor.
- Warner Bros. Vorstand empfiehlt Ablehnung von Paramount.
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Der Bieterwettbewerb war vorbei, Netflix hatte den Zuschlag erhalten: Da legte Paramount Skydance abermals ein Angebot auf den Tisch, insgeamt 108,4 Milliarden US-Dollar. Netflix hatte 82 Milliarden US-Dollar geboten.
Abgegesehen davon, ob die US-Regierung den Deal genehmigt, steht die Frage im Raum, ob Warner das neue Angebot annimmt.
Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich am Dienstag auf Insiderinformationen, die besagen, dass der Warner Vorstand am Mittwoch seinen Aktionäre empfehlen wird, gegen das Angebot von Paramount zu stimmen. Ein Sprecher von Warner Bros Discovery lehnte eine Stellungnahme hierzu gegenüber Reuters allerdings ab.
Eine erneute Festlegung auf das Übernahmeangebot von Netflix würde zumindest das Risiko eines scheiternden Deals minimieren.
Der Sieger würde sich im Streaming-Wettbewerb einen erheblichen Vorteil verschaffen, indem er sich eine weitreichende Bibliothek sichert, die seit Langem als begehrtes Übernahmeziel gilt.
In behördlichen Unterlagen erklärte Paramount, sein Angebot sei dem von Netflix überlegen und habe bessere Aussichten auf eine regulatorische Genehmigung.
Finanziert wird das Angebot durch 41 Milliarden US-Dollar an neuem Eigenkapital, gestützt von der Familie Ellison und RedBird Capital, sowie durch Fremdkapitalzusagen in Höhe von 54 Milliarden US-Dollar von Bank of America, Citi und Apollo.
Jared Kushners Affinity Partners, einer der Finanzierungspartner von Paramount, zieht sich laut Bloomberg aus dem Bieterwettstreit zurück. Die Fianzierung von Paramount ist aber aus diesem Grund nicht zurückgezogen worden.
Offiziel prüft Warner Bros derzeit noch das Angebot von Paramount. Eine offizielle Ablehnung gibt es noch nicht.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


