Vorbereitungen laufen!
Bestätigt: Leopard-Hersteller KNDS geht an die Börse – 20-Milliarden-Bewertung?
Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS will mitreiten auf der Rüstungswelle an der Börse und peilt einen baldigen Börsengang an.
- KNDS plant Börsengang für 2026 in Paris und Frankfurt.
- Ziel: 20 Milliarden Euro Bewertung und breitere Investorenbasis.
- Unterstützung durch erfahrene Finanzexperten und Lazard.
- Report: Renditeturbo 2026 - 5 Aktien mit Potenzial
Der französisch-deutsche Rüstungshersteller KNDS setzt Kurs auf die Börse. Das Unternehmen, das für den deutschen Leopard-2-Panzer verantwortlich ist, will 2026 den Schritt an die Aktienmärkte wagen. Das Ziel: Ein Börsengang an den Börsen von Paris und Frankfurt, abhängig von den Marktbedingungen. Der Vorstand von KNDS hat nun offiziell bestätigt, dass Vorbereitungen für diesen Schritt laufen – ein klares Signal, dass das Unternehmen den IPO ernsthaft verfolgt.
Der Verwaltungsratsvorsitzende und ehemalige Airbus-Chef Tom Enders zeigte sich zuversichtlich: "Der Zeitpunkt ist günstig, und das Unternehmen ist bereit." Der Panzerbauer hat bereits ehemalige Führungskräfte der RENK Group verpflichtet, um das Unternehmen auf den Börsengang vorzubereiten. Der erfahrene Finanzmann Christian Schulz wurde in den Vorstand berufen, um das Unternehmen mit seiner Expertise in Finanzfragen und IPOs zu unterstützen.
KNDS, das 2016 aus der Fusion der Krauss-Maffei Wegmann (Deutschland) und Nexter (Frankreich) hervorging, produziert mit dem Leopard-2 Panzer das Rückgrat der ukrainischen Verteidigung gegen Russland und wird von den zunehmenden Verteidigungsausgaben europäischer Staaten in den kommenden Jahren profitieren. Ein Börsengang würde dem Unternehmen nicht nur Kapital verschaffen, sondern auch eine breitere Investorenbasis erschließen, was KNDS zugutekommt – und gleichzeitig das Interesse des Wettbewerbers Rheinmetall an einer Übernahme dämpfen.
Laut Berichten von Insidern könnte KNDS eine Bewertung von rund 20 Milliarden Euro anstreben. Als Teil der Vorbereitungen wurde bereits die Investmentbank Lazard als Berater engagiert. Das Unternehmen, das im Besitz der deutschen Krauss-Maffei Wegmann Familie und des französischen Staates ist, möchte mit dem IPO auch anderen europäischen Nationen und Verteidigungsunternehmen die Möglichkeit bieten, sich zu beteiligen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
