Prognose rauf – Risiko auch

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    Dieses Rheinmetall-Manöver könnte der Aktie kurzfristig wehtun

    Rheinmetall schmeißt das ungeliebte Zivilgeschäft raus, schreibt 350 Millionen Euro ab und hofft auf einen sauberen Neustart. Kurzfristig kann das drücken – langfristig trennt sich hier die Spreu vom Weizen.

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    Prognose rauf – Risiko auch - Dieses Rheinmetall-Manöver könnte der Aktie kurzfristig wehtun

    Rheinmetall richtet seinen Konzern konsequent auf das boomende Militärgeschäft aus und hat den Verkaufsprozess für seine zivile Sparte Power Systems offiziell eingeleitet. Hintergrund sind steigende globale Verteidigungsbudgets, verschärfte sicherheitspolitische Vorgaben und die anhaltende Schwäche des zivilen Geschäfts, insbesondere in der Autoindustrie und der Energietechnik.

    Bereits im April hatte der Düsseldorfer Rüstungskonzern Gespräche mit potenziellen Käufern aufgenommen. Inzwischen verhandelt Rheinmetall mit zwei Bietern über verbindliche Kaufangebote. Ein Vertragsabschluss wird für das erste Quartal 2026 angestrebt. Namen der Interessenten wurden nicht genannt. Parallel dazu sollen weitere Gesellschaften, die eng mit Power Systems verbunden sind, veräußert werden. Die laufende Umwandlung einzelner ziviler Werke in Produktionsstätten für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen bleibt davon unberührt.

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    Am Markt wird der Schritt grundsätzlich begrüßt. Händler verweisen darauf, dass die lange bestehende Zweiteilung des Konzerns in Rüstungs- und Autozuliefergeschäft bei Investoren nie gut angekommen sei. "Diese Zweiteilung in Rüstung und Auto hat der Markt nie gemocht, das war wie ein Basket aus zwei Unternehmen", sagte ein Händler. Gleichzeitig dämpft die Krise der Autoindustrie die Erwartungen an den Verkaufserlös. Angesichts von Margen auf einem Zehnjahrestief sei kein hoher Kaufpreis zu erwarten, heißt es im Handel.

    Mit sofortiger Wirkung werden die zu veräußernden Aktivitäten als aufgegebene Geschäftsbereiche bilanziert. Damit verbunden ist eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von rund 350 Millionen Euro, die weder die Liquidität noch das Ergebnis der fortgeführten Geschäfte beeinflusst. Kurzfristig könnte die Abschreibung die Aktie belasten, räumen Marktteilnehmer ein. Analysten sehen darin jedoch eher eine Bereinigung der Konzernstruktur. Jefferies etwa spricht von einem attraktiven Einstiegspunkt, da Rheinmetall nun klarer und fokussierter aufgestellt sei. Vorbörslich legte die Aktie zunächst um gut zwei Prozent zu.

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    Durch die neue Berichtsstruktur weist Rheinmetall seine Prognosen künftig ausschließlich für die fortgeführten Geschäftsbereiche aus. Auf dieser Basis erwartet der Konzern für 2025 nun ein Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent, ausgehend von pro-forma Umsätzen von 7,71 Milliarden Euro im Jahr 2024. Zuvor hatte Rheinmetall für den Gesamtkonzern lediglich ein Wachstum von 25 bis 30 Prozent prognostiziert. Auch die operative Marge soll deutlich steigen und wird nun bei 18,5 bis 19,0 Prozent erwartet, nach zuvor rund 15,5 Prozent. Der operative Free Cashflow aus fortgeführten Geschäften soll 2025 zudem deutlich über der bislang angenommenen Cash-Conversion-Rate von 40 Prozent liegen.

    An der Börse bestimmt seit geraumer Zeit vor allem das Rüstungsgeschäft die Bewertung der Rheinmetall-Aktie – mit dem Verkauf von Power Systems wird dieser Fokus nun endgültig zementiert.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,65 % und einem Kurs von 1.529EUR auf Tradegate (18. Dezember 2025, 09:25 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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