E-Auto-Vorwürfe
Irreführende Angaben? Warum Italien Tesla, VW und Co. verschont
Die Autobauer BYD, Stellantis, Tesla und VW vermeiden Bußgelder in Italien, weil sie Verbrauchern künftig verständlichere Angaben zu E-Auto-Reichweite und Batterien machen.
- E-Auto-Hersteller verbessern Verbraucherinformationen.
- Italienische Behörde stellt Untersuchungen ein.
- Simulationstool für Fahrzeugreichweite wird eingeführt.
- Report: Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die italienische Wettbewerbsbehörde gab am Freitag bekannt, dass sie die Untersuchungen gegen BYD, Stellantis, Tesla und Volkswagen wegen des Vorwurfs der Irreführung von Verbrauchern über die Leistung ihrer Elektrofahrzeuge eingestellt hat. Die im Februar eingeleiteten Untersuchungen wegen möglicher unlauterer Geschäftspraktiken konzentrierten sich auf Informationen der Automobilhersteller zur Reichweite von Elektrofahrzeugen, zur Abnahme der Batteriekapazität und zu Einschränkungen des Garantieschutzes für Batterien.
Die Regierungsbehörde teilte mit, dass die Unternehmen zugestimmt haben, ihre Websites so zu überarbeiten, dass die Informationen den Verbrauchern verständlicher präsentiert werden. Sie akzeptierten die Zusagen und verzichteten auf die Verhängung finanzieller Strafen. Die Behörde überwacht auch die Verbraucherrechte, und nach italienischem Recht können Verstöße gegen Verbraucherrechte zu Geldstrafen für Unternehmen in Höhe von 5.000 Euro bis 10 Millionen Euro (5.855 bis 11,71 Millionen US-Dollar) führen.
Die Automobilhersteller verpflichteten sich außerdem, ein Simulationstool für die Fahrzeugreichweite einzuführen, um den Verbrauchern den Vergleich von Fahrzeugen innerhalb desselben Marktsegments
zu ermöglichen. Stellantis, BYD und Volkswagen müssen zudem den Garantieschutz
gegen Batteriealterung verbessern, so die Behörde.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
