Gefährlichster Freitag im Jahr

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    Größter Optionsverfall aller Zeiten: HEUTE droht brutales Chaos an den Märkten!

    7,1 Billionen US-Dollar an Optionen laufen aus – so viel wie nie zuvor. Anleger blicken nervös auf den Quadruple Witching Day. Diese Marken könnten jetzt über Turbulenzen oder Entspannung entscheiden.

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    Gefährlichster Freitag im Jahr - Größter Optionsverfall aller Zeiten: HEUTE droht brutales Chaos an den Märkten!

    An der Wall Street steht ein potenziell turbulentes Wochenende bevor. Händler bereiten sich auf das vor, was Goldman Sachs als den größten Optionsverfall aller Zeiten bezeichnet. Am Freitag laufen Derivate mit einem Nominalwert von mehr als 7,1 Billionen US-Dollar aus. Allein auf den S&P 500 entfallen rund 5 Billionen US-Dollar, weitere 880 Milliarden US-Dollar sind an Einzelaktien gebunden.

    Der Termin fällt auf einen sogenannten Quadruple Witching Day. An diesen seltenen Tagen, die nur viermal im Jahr stattfinden, verfallen gleichzeitig Indexoptionen, Einzelaktienoptionen, Index-Futures und Optionen auf Index-Futures. Laut Goldman übertrifft der bevorstehende Dezember-Verfall alle bisherigen Rekorde.

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    Zum Vergleich: Das auslaufende Nominalvolumen entspricht, so Goldman, etwa 10,2 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung des Russell 3000.

    Diese Größenordnung dürfte für erhöhte Volatilität sorgen. Jeff Kilburg, Gründer und CEO von KKM Financial, rechnet laut CNBC mit deutlich höheren Handelsumsätzen als üblich. "Ich gehe davon aus, dass die Volumina klar über dem Normalwert liegen werden, da Optionshändler ihre Gewinne und Verluste für 2025 finalisieren", sagte er. Ein Großteil der Neupositionierung sei jedoch bereits erfolgt. Entscheidend werde, ob die Bullen das Niveau von 6.800 Punkten im S&P 500 verteidigen können. Der Index notierte am Donnerstag bei rund 6.770 Punkten und liegt seit Jahresbeginn etwa 15 Prozent im Plus.

    S&P 500

    -0,91 %
    -3,04 %
    -2,99 %
    -3,31 %
    +19,57 %
    +69,44 %
    +69,15 %
    +230,56 %
    +353,91 %
    ISIN:US78378X1072WKN:CG3AA5

    Während der Gesamtmarkt unter höherem Volumen und stärkerer Schwankung leiden könnte, ist das Bild bei einzelnen Aktien differenzierter. Bei Titeln mit hohem Open Interest können auslaufende At-the-Money-Optionen die Kurse sogar stabilisieren. Wenn Händler ihre Absicherungen anpassen, werden Kurse häufig in Richtung stark gehandelter Ausübungspreise gezogen. Goldman bezeichnet dieses Phänomen als "Pin".

    "Diese Situation kann für einen Großinvestor, der eine Position aufbauen oder abbauen will, ideal sein", erklärte die Investmentbank. Besonders anfällig für dieses Verhalten seien unter anderem GeneDx Holdings, BILL Holdings, Avis Budget Group und GameStop.

    Auch in Europa richtet sich der Blick auf den Optionsverfall. Thomas Altmann von QC Partners spricht vom größten und wichtigsten Termin des Jahres. Beim DAX werden am Freitag die vier größten ausstehenden Optionen fällig. Von den zehn größten Positionen laufen acht aus.

    DAX

    -0,88 %
    -1,88 %
    -5,65 %
    -3,27 %
    +4,16 %
    +52,04 %
    +61,69 %
    +3.603,96 %
    ISIN:DE0008469008WKN:846900

    Die entscheidende Marke sieht Altmann bei 24.000 Punkten. Dort verfallen fast 10.000 Call-Kontrakte und rund 7.000 Put-Kontrakte. Sollte ein Großteil der Absicherungen nicht verlängert werden, könnte der Markt einen erheblichen Teil seines Sicherheitsnetzes verlieren. Nach dem Freitag rechnet Altmann mit einem spürbaren Rückgang von Handelsumsätzen und Liquidität.

    Parallel dazu richtet sich der Blick auf den Kryptomarkt. Am Freitag laufen dort Optionskontrakte im Wert von rund 23 Milliarden US-Dollar aus. Das entspricht mehr als der Hälfte aller offenen Positionen auf Deribit, der größten Handelsplattform für Bitcoin-Optionen. Die bevorstehenden Verfälle verstärken eine ohnehin hohe Volatilität. Am Mittwoch schwankte laut Bloomberg Bitcoin bereits während des US-Handels innerhalb einer Stunde um mehr als 130 Milliarden US-Dollar an Marktwert.

    "Die Märkte rutschen weiter ab, während wir uns dem neuen Jahr nähern, und die Preise befinden sich auf Messers Schneide", sagte Nick Forster, Gründer der Handelsplattform Derive.xyz. Bitcoin stieg am Donnerstag zunächst um bis zu vier Prozent auf 89.430 US-Dollar, gab die Gewinne jedoch wieder ab. Vom Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar Anfang Oktober ist die Kryptowährung inzwischen rund 30 Prozent entfernt. 

    Bitcoin

    -0,50 %
    +4,47 %
    +3,38 %
    -21,18 %
    +546,27 %

    Forster sieht die Positionierung klar bärisch. Die 30-Tage-Volatilität ist auf etwa 45 Prozent gestiegen.

    Stimmung bleibt fragil

    Rund um den Verfallstag am 26. Dezember zeigt sich eine deutliche Spaltung. Call-Optionen konzentrieren sich auf 100.000 und 120.000 US-Dollar, was einen Restoptimismus für eine Jahresendrallye widerspiegelt. Kurzfristig dominieren jedoch die Bären. Das größte Put-Engagement liegt bei 85.000 US-Dollar. Laut STS Digital beträgt das Open Interest dort rund 1,4 Milliarden US-Dollar, was den Kurs bis zum Verfall wie ein Magnet anziehen könnte.

    Nach dem Optionsverfall erwarten Händler eine Neupositionierung. Zwei Katalysatoren stehen im Fokus. Zum einen die MSCI-Entscheidung am 15. Januar, bei der Unternehmen mit hohen Krypto-Beständen aus Indizes fallen könnten. Zum anderen erneute Call-Overwriting-Ströme. "Zusammen dürften diese Faktoren die Abwärtsvolatilität erhöhen und das Aufwärtspotenzial begrenzen", sagte Maxime Seiler, Geschäftsführer von STS Digital.

    Timothy Misir von BRN sagte Bloomberg zufolge, die Unfähigkeit von Bitcoin, wichtige Niveaus zurückzuerobern, halte den Markt "in einer fragilen Warteschleife gefangen". "Insgesamt bleibt die Volatilität hoch und die Positionierung defensiv", fasste Forster zusammen.

    Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurNicolas Ebert
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