Doppelschlag am Freitag
Nicht Rheinmetall: Rüstungshersteller ziehen Mega-Aufträge an Land
Zwei Rüstungshersteller gaben am Freitag Erfolgsmeldungen bekannt: Saab erhält einen 130-Millionen-Euro-NATO-Auftrag für Sensorsysteme. Zudem meldet Leonardo US-Aufträge über 120 Millionen US-Dollar.
- Saab erhält 130-Millionen-Euro-NATO-Auftrag für Sensoren.
- Leonardo sichert sich US-Aufträge über 120 Millionen Dollar.
- Saab-Aktie steigt 126% seit Jahresbeginn, starkes Potenzial.
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Der schwedische Rüstungskonzern Saab erhielt von einem europäischen NATO-Land einen Auftrag im Wert von 130 Millionen Euro zur Lieferung eines passiven Sensorsystems Sirius für die Signalaufklärung und Überwachung. Laut einer Mitteilung vom Freitag wird das schwedische Verteidigungs- und Sicherheitsunternehmen das System, das Sensoren für Kommunikations- und elektronische Aufklärung kombiniert, sowie damit verbundene Dienstleistungen bis 2030 liefern.
Die Saab-Aktie ist seit Jahresbeginn mehr als 126 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet aktuell 46,16 Euro. Die Bank of America hat Saab vor kurzem ein "Buy"-Rating gegeben. Es sieht für Saab starke Perspektiven bis ins Jahr 2026. BofA kommentiert zudem das neue Abkommen mit der Ukraine, in dem sie großes Potenzial sehen: "Wir glauben, dass Saab sehr wohl einen Auftrag über mehr als 100 Gripen-Kampfflugzeuge aus der Ukraine sichern könnte. Dies würde eine bedeutende Wachstumschance zusätzlich zum bereits starken Auftragsbestand für Gripen darstellen."
Auch Leonardo sichert sich Millionen-Auftrag
Mit Leonardo gab am Freitag ein weiterer Rüstungskonzern eine Erfolgsmeldung bekannt: Das italienische Unternehmen hat in den Vereinigten Staaten zwei Aufträge mit einem Gesamtwert von über 120 Millionen US-Dollar für fortschrittliche Gepäckabfertigungssysteme an Flughäfen erhalten.
Laut einer Mitteilung beziehen sich die Verträge auf die Flughäfen Houston Hobby und Melbourne Orlando. In einer Erklärung dazu heißt es: "Diese Projekte stellen einen weiteren strategischen Schritt für Leonardo dar und stärken seine Präsenz in den Vereinigten Staaten." Weiter wird betont, dass die Projekte im Einklang mit Leonardos Engagement für Nachhaltigkeit stehen.
Die Leonardo-Aktie ist in diesem Jahr mehr als 3 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet Aktuell 48,71 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
