Aktie vor dem nächsten Sprung?
Mega-Auftrag: Rheinmetall zündet den nächsten Turbo!
Die Bundeswehr hat der ARTEC GmbH einen Großauftrag über 84 Radhaubitzen RCH155 im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro erteilt. Rheinmetall liefert dabei zentrale Komponenten.
- Bundeswehr erteilt 1,2 Mrd. Euro Auftrag an ARTEC.
- Rheinmetall liefert Elektrik und Waffenanlagen.
- Analysten sehen Aktie weiterhin bei "Buy" Rating.
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Wie Rheinmetall am Montag in einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde der ARTEC Gmbh, einem Gemeinschaftsunternehmen von KNDS Deutschland und Rheinmetall, von der Bundeswehr ein Großauftrag erteilt. Dabei geht es um die Radhaubitze RCH155 (Remote Controlled Howitzer 155 mm), die in die Truppe eingeführt werden soll. Einen Auftrag über 84 Radhaubitzen RCH155 erhielt die ARTEC GmbH am 19. Dezember.
Grundlage der Beauftragung ist ein Rahmenvertrag zwischen der ARTEC GmbH und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) über insgesamt 500 RCC155-Systeme, die auch von anderen Nationen abgerufen werden können. Der Auftragswert für die ersten 84 Radhaubitzen sowie zugehörige Ausbildungsmittel, Service und logistische Unterstützung für die ARTEC GmbH liegt bei rund 1,2 Milliarden Euro.
Dabei wird Rheinmetall die Elektrik, Software und die 155-mm-Waffenanlagen an die ARTEC GmbH liefern. Die Lieferungen beginnen 2027 und sollen 2029 abgeschlossen sein. Die ARTEC GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen von KNDS Deutschland und der Rheinmetall Landsysteme GmbH. Es betreut die Boxer-Fahrzeugfamilie. Die geschützte Radhaubitze RCH 155 kombiniert Feuerkraft und Reichweite des automatischen und fernbedienbaren Artillerie-Geschütz-Moduls (AGM) mit dem Schutz und der Mobilität des einsatzerprobten Radpanzers Boxer.
Erstnutzer der RCH155 ist die Ukraine. Sie hat 54 RCH155 bei KNDS Deutschland in drei Losen direkt beauftragt. Auch hier liefert Rheinmetall die Elektrik, Software und die Waffenanlagen an KNDS Deutschland. Ebenso beabsichtigt Großbritannien, die RCH155 zu beschaffen. Bereits im April 2024 hatten die Regierungschefs Deutschlands und Großbritanniens eine entsprechende Kooperation angekündigt.
Die Rheinmetall-Aktie ist seit Jahresbeginn über 155 Prozent im Plus, sie wird mit 1.546 Euro bewertet. Am Montag ist die Aktie knapp einen Prozent (9:45 MEZ) im Minus. Am 18.12. gaben drei Analystenfirmen neue Kursziele aus: JPMorgan erhöhte sein Kursziel auf 2.250 Euro, Jefferies auf 2.150 Euro und Barclays auf 2.060 Euro. Alle drei Analystenfirmen gaben ein "Buy"-Rating ab.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,55 % und einem Kurs von 1.547EUR auf Tradegate (22. Dezember 2025, 09:59 Uhr) gehandelt.
