Bestellt Alibaba bei AMD?

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    Alle schauen auf Nvidia – aber AMD könnte in China den Turbo zünden!

    US-Präsident Trump erlaubt den Verkauf von Nvidia-Chips nach China und signalisiert auch grünes Licht für AMD. Während Nvidia in China aber nicht auf die ganz große Gegenliebe stößt, könnte es beim AMD anders aussehen!

    Für Sie zusammengefasst
    Bestellt Alibaba bei AMD? - Alle schauen auf Nvidia – aber AMD könnte in China den Turbo zünden!

    Der globale KI-Chipmarkt wird bislang klar von Nvidia dominiert. Doch ausgerechnet in China, einem der wichtigsten Wachstumsmärkte für Rechenzentrums- und KI-Infrastruktur, scheint Nvidia den Fuß nicht mehr so richtig in die Tür zu bekommen.

    Zwar hat US-Präsident Donald Trump Anfang des Monats den Verkauf von Nvidias H200-Chips nach China genehmigt und betont, dass derselbe Ansatz auch für AMD, Intel und andere US-Konzerne gelten solle. Doch diese politische Zusage garantiert noch lange keinen reibungslosen Marktzugang.

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    Trumps Genehmigung ist kein Freifahrtschein für Nvidia

    Chinesische Regulierungsbehörden diskutieren laut Financial Times Möglichkeiten, den Zugang zur H200-Generation von Nvidia nur eingeschränkt zu erlauben. Hintergrund ist der wachsende politische Wille Pekings, die Abhängigkeit von US-Technologie zu reduzieren – insbesondere bei strategisch sensiblen Schlüsselkomponenten wie KI-Chips. Für Nvidia ist das ein ernstzunehmendes Risiko: Frühere US-Exportbeschränkungen hatten bereits spürbar auf das China-Geschäft gedrückt, und neue Auflagen könnten das Wachstum weiter bremsen.

    Mag China AMD lieber?

    Genau hier öffnet sich ein Fenster für AMD. Während Nvidia regulatorisch unter Druck gerät, baut AMD seine Position Schritt für Schritt aus. Laut dem auf Regulierungsfragen spezialisierten Nachrichtenportal MLex erwägt der chinesische Technologiekonzern Alibaba die Bestellung von 40.000 bis 50.000 MI308-KI-Beschleunigern. Beide Seiten wollten die Bestellung zwar nicht bestätigen, aber klar ist: Ein Auftrag dieser Größenordnung wäre für AMD nicht nur finanziell relevant, sondern auch ein starkes Signal für die technologische Wettbewerbsfähigkeit des US-Konzerns im KI-Umfeld.

    Zusätzliche politische Rückendeckung liefert ein Treffen von AMD-Vorstandschefin Lisa Su mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Peking. Offiziell ging es um die Geschäftsentwicklung von AMD in China und den Ausbau der Zusammenarbeit – Details wurden zwar nicht genannt, doch allein das Zustandekommen des Treffens unterstreicht, dass AMD in Peking als verlässlicherer Partner wahrgenommen werden könnte als der Marktführer Nvidia.

    Kann AMD die KI-Sorgen abschütteln?

    Das Analysehaus TD Cowen hat die Aktie jüngst mit dem Prädikat "Best Ideas 2026"ausgezeichnet. Im Zentrum steht die nächste große Produktwelle: Ab Mitte 2026 sollen das Helios-Rack sowie der neue Instinct-Beschleuniger MI450 ausgerollt werden. Rack-Scale-Lösungen gelten im KI-Rechenzentrum als Schlüssel, um Leistung, Energieeffizienz und Skalierbarkeit in großem Maßstab zu kombinieren – und damit Umsatz und Margen nachhaltig zu steigern.

    Die Roadmap reicht bereits weiter: Mit der MI500-Serie ist für 2027 der nächste Technologiesprung angekündigt, was Investoren zusätzliche Visibilität verschafft. Operativ untermauert AMD diese Ambitionen mit starkem Wachstum und soliden Cashflows.

    Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 36 Prozent auf 9,2 Milliarden US-Dollar, der GAAP-Betriebsgewinn lag bei 1,3 Milliarden US-Dollar. Für das vierte Quartal stellt das Management rund 9,6 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht – bei gleichzeitig hohem Free Cashflow und einem komfortablen Liquiditätspolster.

    Auch andere Analysten bleiben optimistisch. Bank of America verweist darauf, dass selbst bei härterem Wettbewerb noch erheblicher Wachstumsspielraum besteht – nicht zuletzt wegen des stark wachsenden adressierbaren Marktes für KI-Rechenzentren bis zum Ende des Jahrzehnts.

    Mein Tipp: AMD bleibt ein Favorit 2026

    Bereits 2025 konnte die Aktie von AMD das Papier von Nvidia outperformen. 2026 stehen die Chancen dafür ebenfalls gut. Nvidia bleibt zwar technologisch führend, doch politische und regulatorische Risiken belasten zunehmend das China-Geschäft.

    AMD dagegen kombiniert eine klar terminierte Produkt-Roadmap mit finanzieller Stärke und wachsender Akzeptanz in Peking. Sollte sich der Zugang zu Nvidia-Chips weiter verengen, könnte AMD davon überproportional profitieren. Auch 2026 spricht vieles dafür, AMD auf dem Zettel oder besser  im Depot zu behalten.

     

    Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

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    Verfasst vonRedakteurMarkus Weingran
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