Für 2026
Tom Lee erwartet Rallye und Tränen an der Börse
US-Starinvestor Tom Lee sieht für die Finanzmärkte im Jahr 2026 mehr Gründe für Optimismus als für Pessimismus.
- Tom Lee sieht 2026 optimistische Marktentwicklung.
- Holpriger Start, aber starker Endspurt erwartet.
- Energie und Finanzwerte als Top-Sektor-Empfehlungen.
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Der Research-Chef von Fundstrat prognostiziert zunächst eine holprige Phase zu Jahresbeginn, bevor die Märkte das Jahr mit einem starken Endspurt im Plus abschließen könnten.
"Auf ein Jahr komprimiert wird es Freude, Depression und eine Rallye geben. Ich denke, ähnlich wie im vergangenen Jahr: 2025 hatten wir einen miserablen Start, die Stimmung wurde sehr düster, und dann folgte zum Jahresende eine schöne Rallye. Der Tiefpunkt lag im April. Ich glaube daher, dass der Markt die neue Fed testen wird. Das ist vermutlich der Grund, warum es in diesem Jahr gewisse Ängste gibt." Das meint der Dauer-Optimist und Experte in einem Interview gegenüber CNBC.
Gleichzeitig gibt es für ihn auch viele Gründe für Zuversicht. "Die Zölle laufen in ihre Jahrestage hinein, die Fed senkt die Zinsen, und der ISM-Index (Institute for Supply Management) könnte endlich wieder über die Marke von 50 steigen – und das wäre eine gute Nachricht."
Auch er betont, wie viele Experten, dass Branchen, die 2025 an der Rallye nicht teilgenommen haben, nun attraktive Nachzügler sein könnten.
"Wir sind besonders optimistisch für einige Bereiche, die bislang hinterhergehinkt haben. Energie gehört in diesem Jahr zu unseren Top-Sektor-Empfehlungen."
Neben den Magnificent Seven nennt Lee weitere Sektoren, die 2026 überproportional gefragt sein könnten.
"Die Mag 7 sollten weiterhin ein solides Gewinnwachstum liefern, hinzu kommen Finanzwerte und Small Caps. Es gibt also viele Faktoren, die am Markt positiv überraschen könnten."
Er denkt, dass neben den Gewinnen bei den Mag 7 auch andere Unternehmen zum Zuge kommen könnten.
"Ich denke, die Gewinne werden sogar noch besser ausfallen. Andere Sektoren werden neu bewertet, während die Mag 7 möglicherweise einfach dem Gewinnwachstum folgen. Das würde insgesamt das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Marktes nach unten ziehen."
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

