Börse, Baby!
Wird Venezuelas Öl-Schatz zum Milliardengrab für Chevron und Co.?
Der überraschende Machtwechsel in Venezuela hat die Öl- und Aktienmärkte zu Jahresbeginn aufgeschreckt. Über die Chance und Risiken für Anleger geht es in einer neuen Folge von "Börse, Baby!"
- Machtwechsel in Venezuela schockt Öl- und Aktienmärkte.
- Chevron profitiert als einziger US-Konzern vor Ort.
- Produktion leidet unter Misswirtschaft und Korruption.
- Report: Gold & Silber auf Rekordjagd
Während Autofahrer an der Zapfsäule steigende Preise spüren, stellt sich für Investoren vor allem eine Frage: Entsteht hier neue Fantasie für Ölaktien – oder ist Vorsicht angebracht?
An den Börsen folgte zunächst die typische Reflexbewegung. Ölkonzerne legten zu, allen voran Chevron, dessen Aktie zeitweise zweistellig gewann. Der Grund: Chevron ist aktuell der einzige große US-Konzern mit Sondergenehmigung, der noch operativ in Venezuela tätig ist. Andere Unternehmen wie Exxon Mobil oder ConocoPhillips wurden in der Vergangenheit enteignet.
Fundamental bleibt die Lage jedoch kompliziert. Zwar verfügt Venezuela über rund 17 bis 18 Prozent der weltweiten Ölreserven, trägt aber aktuell nur etwa 1 Prozent zur globalen Förderung bei. Misswirtschaft, Korruption und verfallene Infrastruktur haben die Produktion auf unter eine Million Barrel pro Tag gedrückt. Experten gehen davon aus, dass ein Wiederaufbau mindestens 10 Jahre und rund 200 Milliarden US-Dollar kosten würde – bei erheblichem politischem Risiko.
Um das heißeste Thema der Woche dreht sich auch alles in der neuen Folge unseres Podcasts "Börse, Baby!"
Hört direkt rein – unseren Podcast "Börse, Baby!" gibt es überall, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel auf:
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

