Carsten Stork
Euro Bund Future – Erholung läuft aus, Renditen ziehen leicht an
Der Euro Bund Future konnte in der vergangenen Handelswoche um +0,72 % zulegen und zeigte zu Wochenbeginn eine solide Erholungsbewegung. In den ersten zwei bis drei Handelstagen stieg der Kontrakt kontinuierlich an und notierte zwischenzeitlich über …
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Der Euro Bund Future konnte in der vergangenen Handelswoche um +0,72 % zulegen und zeigte zu Wochenbeginn eine solide Erholungsbewegung. In den ersten zwei bis drei Handelstagen stieg der Kontrakt
kontinuierlich an und notierte zwischenzeitlich über der Marke von 128 Punkten. Dieses Niveau konnte jedoch nicht verteidigt werden. Ab Mittwoch setzten Gewinnmitnahmen ein, sodass der Bund zum
Wochenschluss knapp unterhalb von 128 aus dem Handel ging.
Parallel dazu zogen die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe in den ersten Januartagen wieder an und bewegten sich zum Wochenschluss bei 2,82–2,83 %, nachdem sie zuvor auf ein knapp einmonatiges
Tief gefallen waren. Steigende Renditen wirkten entsprechend dämpfend auf den Bund Future. Ein neuer Abwärtstrend entstand daraus jedoch nicht – vielmehr handelt es sich bislang um einen Seitwärts-
bis Konsolidierungsprozess auf dem Niveau von Ende 2025.
Fundamental wurde der Renditeanstieg unter anderem durch besser als erwartete deutsche Fabrikaufträge (+5,6 % im November) sowie einzelne stabilere Konjunktursignale aus dem Euroraum gestützt.
Gleichzeitig bleibt der Spielraum nach oben begrenzt, da sich die Inflationsdynamik in der Eurozone weiter abschwächt und die Headline-Inflation nahe der 2-%-Marke liegt. Das dämpft Erwartungen
zusätzlicher EZB-Straffung und verhindert bislang einen deutlicheren Renditeanstieg.
Im größeren Kontext erwarten viele Strategen für 2026 ein Umfeld leicht höherer Langfristzinsen bei einem auf Hold bleibenden EZB-Leitzins. Dieses Setup spricht für begrenztes Aufwärtspotenzial im
Bund Future, solange es nicht zu einer klaren Wachstumsabkühlung oder neuen Stresssignalen kommt.
Fazit:
Der Bund Future hat sich kurzfristig erholt, konnte das höhere Niveau aber nicht behaupten. Steigende Renditen setzen den Markt unter Druck, ohne bislang einen neuen Trend auszulösen. Solange sich
das makroökonomische Umfeld stabil zeigt, bleibt der Bund in einer Range-Phase mit begrenztem Upside gefangen.
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