Superzyklus für Anleger
Verteidigungsboom für das ganze Jahrzehnt – Rheinmetall Top-Pick!
Europas Rüstungsbranche steht vor einem langjährigen Nachfragezyklus. Der Boom ist durch die stark steigenden Rüstungsbudgets abgesichert. Das sorgt für Planungssicherheit und einen starken Zyklus für Anleger.
- Rüstungsboom in Europa durch steigende Budgets gesichert.
- NATO-Staaten erhöhen Verteidigungsausgaben bis 2035.
- Rheinmetall als Top-Pick mit starkem Auftragswachstum.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Die Analysten von Berenberg Research erwarten, dass die NATO-Staaten in Europa und Kanada ihre Verteidigungsausgaben von aktuell rund 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf etwa 3,2 Prozent bis 2035 erhöhen. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von rund 8 Prozent und einem Gesamtvolumen von etwa 1,2 Billionen US-Dollar. Entscheidend: Der Anteil der Beschaffung innerhalb der Budgets steigt deutlich – genau dort, wo die Auftragsbücher der Rüstungsunternehmen gefüllt werden.
Treiber des Booms sind mehrere Faktoren. Erstens zwingt die sicherheitspolitische Lage Europas – von der Ostflanke bis zur wachsenden Unsicherheit über das künftige Engagement der USA – die Regierungen zu dauerhaft höheren Ausgaben. Zweitens müssen stark ausgedünnte Lagerbestände aufgefüllt und veraltete Systeme ersetzt werden. Drittens sorgen neue EU-Finanzierungsinstrumente wie SAFE für zusätzliche Investitionsimpulse, insbesondere bei Großprojekten mit mehreren beteiligten Staaten.
Der klare Favorit von Berenberg. Rheinmetall profitiert überdurchschnittlich vom deutschen Aufrüstungsprogramm und von steigenden Budgets in Europa. Das Unternehmen ist breit positioniert – von Munition über gepanzerte Fahrzeuge bis hin zu Luftverteidigung. Die Analysten sehen Rheinmetall im "Sweet Spot" der Branche: starkes Auftragswachstum, hohe Visibilität bis weit in die 2030er-Jahre und zusätzliche Chancen durch SAFE-finanzierte Großaufträge. Entsprechend bleibt Rheinmetall der Top-Pick.
Renk überzeugt mit hoher Profitabilität und starkem Cashflow. Das Getriebegeschäft für Militärfahrzeuge profitiert direkt von der Modernisierung europäischer Landstreitkräfte. Berenberg erwartet umfangreiche Neuaufträge aus Deutschland sowie wiederkehrende Erlöse aus Ersatzteilen.
BAE ist solide positioniert, profitiert von europäischen Programmen und internationalen Großprojekten. Die Bewertung gilt jedoch als fair, da viele positiven Erwartungen bereits im Kurs enthalten sind.
Thales profitiert von höheren europäischen Verteidigungsausgaben, steht aber unter dem Vorbehalt politischer Unsicherheiten in Frankreich und einer verhaltenen Entwicklung einzelner Sparten.
Der Rafale-Kampfjet sorgt für langfristige Visibilität. Schwächer eingeschätzt wird hingegen das Geschäft mit Businessjets, was die Einstufung dämpft.
Chemring punktet mit starkem Wachstum im Bereich Energetics. Höhere Investitionen belasten kurzfristig, langfristig sehen die Analysten jedoch erhebliches Potenzial.
Babcock bietet Hebel auf Marine- und Nuklearprojekte. Eine gut gefüllte Pipeline sorgt für Fantasie, insbesondere bei internationalen Partnerschaften.
Fazit:
Der Rüstungszyklus in Europa ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern ein struktureller Trend über ein Jahrzehnt. Für Anleger bleibt die Branche attraktiv bewertet – mit Rheinmetall als klarer
Speerspitze des europäischen Aufrüstungsbooms.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
