Stahl aus Schweden
Zukunftsdeal: Thyssenkrupp steigt bei grünem Stahl früh ein
Thyssenkrupp sichert sich langfristig Stahl aus Schweden: Ein Deal mit Stegra ermöglicht ab 2027 Zugang zu wasserstoffbasiertem Stahl in großem Umfang.
- Thyssenkrupp sichert langfristigen Stahl aus Schweden.
- Ab 2027 Zugang zu wasserstoffbasiertem Stahl.
- Non-Prime-Stahl für Bau- und Industrieanwendungen wichtig.
- Report: Favoritenwechsel
Thyssenkrupp Materials Processing Europe, die Tochter von Thyssenkrupp Materials Services vereinbarte mit dem Stahlhersteller Stegra einen mehrjährigen Liefervertrag über sogenannte Non-Prime-Stähle. Geplant ist eine erste Auslieferung ab 2027, das vereinbarte Gesamtvolumen liegt im hohen sechsstelligen Tonnenbereich. Dabei ist der Deal für Thyssenkrupp mehr als nur ein klassischer Liefervertrag.
Der frühzetige Zugang zu großen Mengen Stahl aus einer neuen, wasserstoffbasierten Produktion wird dadurch möglich. Das Unternehmen Stegra baut derzeit in Boden, im Norden Schwedens, ein neues Stahlwerk, das ausschließlich mit grünem Wasserstoff und erneuerbarem Strom arbeiten soll. Der Produktionsstart in Schweden gilt als eines der ambitioniertesten Projekte der europäischen Stahlindustrie.
Bei Non-Prime-Stahl handelt es sich um Material, das zwar nicht den höchsten Qualitätsanforderungen für bestimmte Anwendungen genügt, aber langlebig und vielseitig einsetzbar ist. Dabei macht dieses Segment in Europa einen relevanten Teil des Stahlmarkts aus – insbesondere für Bau-, Industrieanwendungen und bestimmte Zulieferer. Das Unternehmen Thyssenkrupp sieht sich hier als gut positioniert an und verfügt über eine breite Kundenbasis, eigene Logistik sowie ein dichtes Netzwerk an Verarbeitungsstandorten.
Heather Wijdekop, CEO des Processing-Geschäfts bei Thyssenkrupp Materials Services, äußerte sich wie folgt: "Wir haben die Kunden, die Infrastruktur und die Verarbeitungskapazitäten, um diese großen Mengen Stahl aufzunehmen." Außerdem unterstütze man Stegra beim Hochlauf der neuen Anlagen in Boden und damit bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie. Stephan Flapper, Head of Commercial bei Stegra erklärte: "Ein Partner für Non-Prime-Stahl ist entscheidend für den Ramp-up unseres Stahlwerks."
Die Aktie von Thyssenkrupp ist Montag (11:10 MEZ) 1,51 Prozent im Plus. Ein Anteilschein kostet 10,40 Euro.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
Die ThyssenKrupp Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,51 % und einem Kurs von 10,40EUR auf Tradegate (12. Januar 2026, 11:35 Uhr) gehandelt.
