Alle schichten um
Gold vor Monster-Rallye? "Big-Short"-Star setzt auf Verdopplung
Vertrauensverlust in Währungen und massive Zentralbankkäufe treiben Gold laut Danny Moses in neue Dimensionen.
- Vertrauensverlust in Währungen treibt Goldpreise hoch.
- Gold wird zur führenden Anlageklasse, nicht nur Absicherung.
- Zentralbanken kaufen massiv Gold, Trend bis 2026.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Der frühere Hedgefondsmanager Danny Moses, bekannt aus dem Film The Big Short, erwartet für Gold eine massive Neubewertung. In einem Interview mit Benzinga prognostizierte Moses, dass sich die Goldpreise "in den nächsten Jahren von hier aus verdoppeln" werden. Aus seiner Sicht handelt es sich dabei nicht um eine ferne Vision, sondern um einen Prozess, der bereits eingesetzt habe. "Ich denke, dass dies bereits 2025 geschehen ist", sagte er mit Blick darauf, dass Gold und Silber zuletzt die meisten Anlageklassen deutlich übertroffen hätten.
Moses sieht einen grundlegenden Rollenwandel von Gold. Jahrelang sei das Metall vor allem als Absicherung betrachtet worden, doch diese Phase sei vorbei. Edelmetalle hätten sich still und leise zu einer führenden Anlageklasse entwickelt, getragen von strukturellen makroökonomischen Kräften und nicht von kurzfristiger Marktstimmung. Während Silber nach seiner Einschätzung vor allem von der stark steigenden industriellen Nachfrage aus Bereichen wie Solarenergie, Elektrofahrzeugen und KI-Rechenzentren profitiert, beruhe die Dynamik bei Gold auf Vertrauen.
Zentralbanken spielen dabei aus seiner Sicht eine Schlüsselrolle. "Die globalen Zentralbanken sind die größten Käufer von physischem Gold, um sich gegen ihre eigene Inkompetenz abzusichern", sagte Moses. Dieser Trend werde sich auch 2026 fortsetzen. Hinzu komme die anhaltende Nachfrage von Anlegern über ETFs, was zu strukturellen Verwerfungen auf der Angebots- und Nachfrageseite führe.
Einen geradlinigen Anstieg erwartet Moses allerdings nicht. "Natürlich könnte es zu einem Rückgang kommen, und wir werden zweifellos weiterhin Volatilität erleben", warnte er. Entscheidend sei der langfristige Trend: Gold finde zunehmend seinen Weg in die Kernportfolios, sei es über ETFs, Minenaktien oder physische Bestände. Seine Stärke hat Moses in der Vergangenheit dadurch bewiesen, dass er strukturelle Stressfaktoren früh erkannt hat. Auch diesmal richtet er seinen Blick auf Währungen, Zentralbanken und das Vertrauen in Geldsysteme – und setzt darauf, dass Gold weltweit wieder deutlich an Bedeutung gewinnt.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion
Gold wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,68 % und einem Kurs von 4.586USD auf Lang & Schwarz (12. Januar 2026, 15:30 Uhr) gehandelt.

