Machtkampf im Erdorbit
Europas Antwort auf Starlink: Dieser Milliarden-Deal soll alles ändern
Eutelsat bestellt 340 neue OneWeb-Satelliten bei Airbus. Der Deal sichert Europas einzige Starlink-Alternative und kostet Milliarden.
- Eutelsat bestellt 340 OneWeb-Satelliten bei Airbus.
- Deal sichert Europas Starlink-Alternative für Milliarden.
- Auslieferung ab 2026, Kosten zwischen 2-2,2 Mrd. Euro.
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Eutelsat verstärkt den Kampf gegen Starlink. Der Satellitenbetreiber bestellt 340 neue OneWeb-Satelliten bei Airbus. Das teilten beide Unternehmen am Montag mit. Reuters berichtete zuerst darüber. Auf Tradegate legte die Eutelsat-Aktie um fast 9 Prozent zu (Stand 12:05 Uhr).
Die neuen Satelliten sollen das bestehende Netz erneuern und erweitern. Eutelsat will ältere Einheiten schrittweise ersetzen, sobald sie das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. So bleibt der Dienst ohne Unterbrechung verfügbar.
OneWeb vor Generationswechsel
Die ersten OneWeb-Satelliten starteten vor rund 6 Jahren ins All. Damals war OneWeb noch ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in London. Im Jahr 2023 fusionierte der Betreiber mit Eutelsat.
Mit dem neuen Auftrag wächst der Bestand deutlich. Zusammen mit 100 Satelliten, die Eutelsat im Dezember 2024 bestellte, steigt die Zahl der beauftragten Einheiten auf 440. Die Auslieferung soll Ende 2026 beginnen.
Kosten in Milliardenhöhe
Finanzielle Details nannten die Unternehmen nicht. Eutelsat hatte jedoch bereits erklärt, dass die Verlängerung des OneWeb-Systems bis zur Verfügbarkeit des europäischen Iris-Quadrat-Netzes weitere 340 Satelliten erfordert. Zusammen mit den bereits bestellten 100 Einheiten beziffert Eutelsat die Kosten des Programms auf rund 2 bis 2,2 Milliarden Euro. Umgerechnet entspricht das etwa 2,3 bis 2,6 Milliarden US-Dollar. Der Zeitraum reicht von 2024 bis 2029.
Politische Rückendeckung aus Europa
Eutelsat steht im Fokus europäischer Regierungen. Der Konzern betreibt die einzige kommerzielle Niedrigerdorbit-Konstellation außerhalb von Elon Musks Starlink. Die Satelliten liefern Internet aus dem All und versorgen Unternehmen, Staaten und private Nutzer in schlecht erschlossenen Regionen.
Im Jahr 2025 führte Frankreich eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro an. Großbritannien und weitere Ankerinvestoren beteiligten sich ebenfalls. Ziel war es, die Finanzkraft von Eutelsat zu stärken und den Wettbewerb mit Starlink zu sichern.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
