Physical AI und Co.

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    Arbeitskräftemangel? Diese autonomen Roboter springen jetzt ein

    Physical AI treibt autonome Maschinen in Industrie, Logistik und Städten voran. Firmen wie Rockwell, ABB und Starship liefern bereits messbare Effizienzgewinne.

    Für Sie zusammengefasst
    Physical AI und Co.  - Arbeitskräftemangel? Diese autonomen Roboter springen jetzt ein

    Ein ähnlich spannendes Innovationsthema für die Wirtschaftswelt wie humanoide Roboter ist "Physical AI und autonome Systeme“, insbesondere autonome Maschinen in Industrie, Logistik und Energie. Während humanoide Roboter noch stark visionär geprägt sind, werden autonome Systeme bereits heute breit eingesetzt: Autonome Gabelstapler und Lagerroboter, selbstfahrende Bergbau- und Baumaschinen, autonome Schiffe, Züge und Drohnen. Das senkt Kosten, erhöht Auslastung und wirkt unmittelbar auf Margen.

    In Industrie, Logistik, Bau und Pflege fehlen Millionen Arbeitskräfte – vor allem in Europa. Autonome Systeme sind kein Zukunftsversprechen, sondern eine ökonomische Notwendigkeit, um Wachstum überhaupt zu ermöglichen. Hier sind drei führende Unternehmen im Bereich "Physical AI & autonome Systeme“ beziehungsweise autonome Maschinen, die in der Wirtschaft besonders relevant sind, inklusive ihres vielversprechendsten Produkts:

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    Rockwell Automation

    Rockwell Automation ist ein global führender Anbieter von industrieller Automatisierung und digitalen Lösungen mit Sitz in Milwaukee, USA. Das Unternehmen bedient Kunden in über 100 Ländern und ist stark in Bereichen wie Produktionssteuerung, Robotik und Industrie-Software aktiv. Rockwell Automation verbindet klassische industrielle Automatisierung mit autonomer Robotik und KI-Steuerung. 

    Die Firma setzt Physical AI ein, um autonome Prozesse in smarten Fabriken zu realisieren, von AGVs (autonome mobile Roboter) bis zu Systemen, die selbst Entscheidungen in Produktionslinien treffen. Ein zentrales Produkt im Bereich Physical AI und autonome Systeme sind die OTTO AMRs ("Autonomous Mobile Robots") – eine Reihe spezialisierter fahrerloser Roboter. Diese wurden ursprünglich von Otto Motors entwickelt, einer Firma, die seit 2023 Teil von Rockwell Automation ist.

    Sie transportieren Material autonom auf dem Werks- oder Lagerboden – etwa Paletten, Komponenten oder Teile für die Fertigung. Durch KI-gestützte Navigation, Sensorik und Hinderniserkennung bewegen sie sich sicher um Menschen und Hindernisse – ohne feste Leitlinien wie Magnetstreifen. Sie sind flexibler als klassische Förderbänder, sicherer als Gabelstapler und anpassungsfähiger als ältere AGV-Systeme.

    Rockwell Automation

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    Ein einzelner autonomer AMR von Rockwell/OTTO kostet in der Praxis in der Regel mehrere Zehntausend bis über hunderttausend Euro, sobald er mit Industrie-Sensorik, Autonomie-Software und Flottenmanagement ausgestattet ist. Die genaue Zahl hängt stark vom Modell (zum Beispiel OTTO 100 vs. OTTO 1500), der Nutzlast und dem Umfang der Service- und Softwarepakete ab – deshalb wird der Preis meist individuell verhandelt.

    ABB

    ABB gehört weltweit zu den Schlüsselunternehmen für autonome Maschinen in Industrie, Energie und Logistik. ABB liefert komplette physische Systeme – also Roboter, Antriebe, Sensorik und KI-Steuerung aus einer Hand. Für die Wirtschaft ist das besonders relevant, weil ABB-Technologie direkt in produktiven Anlagen läuft. Das vielversprechendste Produkt sind die ABB Autonomous Mobile Robots (AMR). 

    Diese autonomen mobilen Roboter bewegen sich selbstständig durch Fabriken und Lager, planen Routen dynamisch, vermeiden Hindernisse und integrieren sich direkt in Produktionsprozesse. In Kombination mit RobotStudio AI können Abläufe simuliert, optimiert und anschließend real autonom ausgeführt werden. AMRs helfen beim Transport von Waren, Paletten, Containern und Bauteilen zwischen Arbeitsstationen, Regalen oder Versandzonen. Sie steigern Effizienz und reduzieren manuelle Wege – besonders in Distribution- und Fulfillment-Centern.

    ABB

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    In Fabriken unterstützen sie Materialfluss, Kitting-Aufgaben und Module zwischen Fertigungsinseln. Sie ermöglichen flexiblere Layouts ohne feste Fördertechnik und steigern Arbeitsfluss und Sicherheit. Preise werden meist kundenspezifisch verhandelt und liegen für voll ausgestattete Systeme typischerweise im hohen fünfstelligen bis sechsstelligen Bereich pro Einheit.

    Starship Technologies – autonome Lieferroboter

    Die Roboterfirma Starship Technologies ist ein bedeutender Anbieter von autonomen Lieferrobotern für Logistik und urbane Anwendungen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in San Francisco und betreibt Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Estland und Finnland. Gegründet wurde es 2014 von den beiden Skype-Mitbegründern Ahti Heinla und Janus Friis.

    Starship Technologies betreibt autonome Lieferroboter weltweit in über 270 Standorten in mindestens sieben Ländern. Die Roboter werden von Lebensmittel- und Einzelhandelspartnern in der Praxis eingesetzt. Erst vergangene Woche haben autonome Roboter ihren Betrieb in Lappland aufgenommen. 

    Zuletzt lief das vierte Quartal 2025 für Starship Technologies sehr erfolgreich: Das Unternehmen sammelte 50 Millionen Euro ein und besiegelte eine strategische Partnerschaft mit Uber Eats. Mit diesem Rückenwind will das Unternehmen bis 2027 insgesamt 12.000 Roboter in Betrieb nehmen und zeigt damit, dass es die großen Hürden der Branche meistern kann: Schnee, Eis und schlechte Sicht.

    Eine Kombination aus maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz und ausgefeilten Sensoren, Kameras, Ultraschall und Radar ermöglicht Navigation auf rutschigem Untergrund. “Im Polarkreis zu funktionieren ist nicht einfach nur eine Spielerei. Es ist ein klares Signal technischer Reife”, sagt ein Industriebeobachter. 

    Die Lappland-Expansion ist Teil einer größeren europäischen Offensive, angetrieben von der im November 2025 vereinbarten Uber-Eats-Partnerschaft. Analysten sprachen damals von einem “Wendepunkt” für die Industrie. Starship-Roboter sollen 2026 schrittweise in mehreren europäischen Märkten über die Uber-Eats-App verfügbar sein.

    Der Auftakt war vielversprechend: Im Dezember 2025 startete das Pilotprojekt in Leeds. Seitdem liefern die Roboter von lokalen Restaurants in die Stadtviertel Headingley und Hyde Park. Die Bilanz ist positiv und motiviert zur Expansion aufs Festland.

    Kunden können beim Checkout in der App “Roboterlieferung” als Option auswählen – oft günstiger als menschliche Kurierdienste. Jeder Roboter transportiert etwa drei Einkaufstüten, deckt Distanzen bis zu drei Kilometern ab und benötigt unter 30 Minuten pro Fahrt. Die aggressive Wachstumsstrategie ruht auf solidem finanziellem Fundament. Im Oktober 2025 schloss Starship eine Series-C-Finanzierungsrunde über 50 Millionen Euro ab, geführt von Plural, mit Beteiligung bestehender Investoren wie Karma Ventures. Die Gesamtfinanzierung summt sich damit auf über 280 Millionen Euro.

    Das Kapital fließt dabei in zwei Kernbereiche: Technologische Verbesserung (Schnelleres Kartenmapping und bessere Interaktion mit Fußgängern durch verbesserte KI-Modelle) und Flotten-Skalierung (Ausbau von derzeit etwa 2.700 Robotern auf 12.000 Einheiten bis 2027).

    Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

     

    Die Rockwell Automation Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,82 % und einem Kurs von 352,2EUR auf Tradegate (13. Januar 2026, 09:56 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurPaul Späthling
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