KI-Rechenzentren
Trump: Microsoft soll für KI-Strom nicht Haushalte belasten
Trump erwartet Maßnahmen von Microsoft, damit der KI-Rechenzentrumsboom nicht zu höheren Strompreisen für US-Verbraucher führt. Andere große Tech-Konzerne sollen folgen.
- Trump fordert Microsoft zu Maßnahmen gegen Strompreise auf
- KI-Rechenzentren sollen keine höheren Kosten verursachen
- Weitere Tech-Konzerne könnten Trumps Beispiel folgen
- Report: Favoritenwechsel
US-Präsident Donald Trump hat den wachsenden Energiehunger der US-Techindustrie ins Visier genommen. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social kündigte Trump an, Microsoft werde kurzfristig Änderungen vornehmen, um sicherzustellen, dass amerikanische Haushalte nicht über höhere Stromrechnungen für den massiven Ausbau von Rechenzentren im Zuge des KI-Booms zur Kasse gebeten werden.
"Ich will niemals, dass Amerikaner wegen Rechenzentren höhere Stromrechnungen bezahlen", schrieb Trump. Seine Regierung arbeite mit großen US-Technologieunternehmen zusammen, um verbindliche Zusagen "gegenüber dem amerikanischen Volk" zu erreichen. Weitere Ankündigungen stellte er für die kommenden Wochen in Aussicht.
Preisdruck vor den Midterms
Mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen sucht Trump nach Wegen, die Verbraucherpreise zu dämpfen. Die von ihm im vergangenen Jahr verhängten Importzölle wirken sich weiterhin auf die US-Wirtschaft aus und erhöhen den Inflationsdruck. Im Dezember hatte der Präsident eine einmalige "Warrior Dividend" in Höhe von 1.776 Dollar für US-Soldaten angekündigt. Anfang dieses Monats forderte er zudem den Ankauf von Hypothekenanleihen im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar, um die Bauzinsen zu senken.
Gleichzeitig investieren die größten Tech-Konzerne so viel wie nie zuvor in neue, energieintensive Rechenzentren und bereiten die Wall Street auf steigende Investitionsausgaben vor, während der Wettlauf um Künstliche Intelligenz weiter zunimmt.
Microsoft im Fokus
Trump lobte Microsoft ausdrücklich und deutete an, dass weitere Unternehmen nachziehen könnten. "Als erstes ist Microsoft dran, mit dem mein Team zusammengearbeitet hat", schrieb er. Der Konzern werde "ab dieser Woche große Änderungen" umsetzen, damit Amerikaner nicht "die Rechnung für den Stromverbrauch" in Form höherer Versorgungsgebühren begleichen müssten.
Nach Daten von CNBC zahlten US-Verbraucher im August rund sechs Prozent mehr für Strom als ein Jahr zuvor – besonders in Bundesstaaten mit hoher Dichte an Rechenzentren.
Microsoft betont seit Monaten, die Auswirkungen seiner Standorte auf Anwohner genau zu prüfen. "Wir tun alles, was wir können, und ich glaube, wir sind erfolgreich darin, dieses Thema so zu managen, dass Sie wegen unserer Präsenz nicht mehr für Strom zahlen müssen", sagte Brad Smith, Präsident und Vice Chair des Konzerns, im September bei einer Bürgerversammlung in Wisconsin, wo Microsoft ein KI-Rechenzentrum errichtet.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die Microsoft Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,10 % und einem Kurs von 409,4EUR auf Tradegate (13. Januar 2026, 08:21 Uhr) gehandelt.

