KI für neue Medikamente
Dieser NVIDIA-Deal könnte die Pharmaindustrie verändern!
NVIDIA und Eli Lilly gründen ein gemeinsames Innovationslabor. Bis zu eine Milliarde US-Dollar sollen die Arzneimittelentwicklung radikal beschleunigen.
- NVIDIA und Eli Lilly gründen Innovationslabor für 1 Mrd.
- Fokus auf KI-Chips zur Beschleunigung der Arznei-Entwicklung.
- Kontinuierliches Lernen verknüpft Simulationen mit Laboren.
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Wie Reuters berichtete, will der Chipkonzern Nvidia mit dem US-Pharmakonzern Eli Lilly in den kommenden fünf Jahren rund eine Milliarde US-Dollar in ein gemeinsames Forschungslabor investieren. Das neue Zentrum soll im Großraum der San Francisco Bay Area entstehen, wie beide Unternehmen am Montag erklärten.
Fokus auf neue KI-Chipgeneration
In dem Labor sollen die neuesten Vera Rubin KI-Chips von Nvidia eingesetzt werden. Ziel ist es, moderne KI-Modelle für die Entwicklung und Entdeckung neuer Medikamente zu nutzen. Pharmaunternehmen greifen zunehmend auf solche Technologien zurück, um die Zeit bis zur Markteinführung neuer Therapien deutlich zu verkürzen. Zusätzlich dient Nvidias Biotech-Plattform BioNeMo als technologische Grundlage, um große KI-Modelle für Biologie und Chemie zu entwickeln, wie S&P Capital IQ berichtete.
Kontinuierliches Lernen statt isolierter Forschung
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der Aufbau eines sogenannten kontinuierlichen Lernsystems. Dabei sollen rechnergestützte Simulationen eng mit realen Laboren verbunden werden. KI-Modelle, Datengenerierung und Experimente greifen kontinuierlich ineinander, um Entwicklungszyklen zu verkürzen und Forschungsergebnisse schneller zu verbessern. Dieses Scientist-in-the-Loop-Modell geht über klassische KI-Anwendungen hinaus und soll rund um die Uhr KI-gestützte Experimente ermöglichen, so S&P Capital IQ.
Ankündigung zum Auftakt der JPMorgan-Konferenz
Die Bekanntgabe erfolgte zum Start der einwöchigen JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco. Erst wenige Monate zuvor hatte Eli Lilly angekündigt, einen eigenen Supercomputer aufzubauen. Dafür setzt das Unternehmen auf mehr als 1.000 Grace Blackwell KI-Chips der aktuellen Generation von Nvidia.
Offen blieb, ob Mittel von Nvidia direkt an Eli Lilly fließen und anschließend für den Kauf von Nvidia-Hardware verwendet werden. Solche möglichen Kreisläufe hatten bei anderen Investitionen des Chipkonzerns bereits Fragen aufgeworfen.
Nvidias Ansatz im Biotechnologie-Markt
Nvidia verfolgt im Biotechnologie-Sektor eine Plattformstrategie. Der Konzern stellt offene KI-Modelle und Software bereit, auf deren Basis Pharmaunternehmen eigene Entwicklungsplattformen aufbauen können, betrieben mit Nvidia-Hardware. Am Montag präsentierte Nvidia mehrere neue Modelle, darunter ein System, das prüft, ob mithilfe von KI entworfene Wirkstoffe in realen Laboren praktisch herstellbar sind.
Gemeinsame Forschung unter einem Dach
In dem neuen Forschungszentrum sollen Teams von Nvidia und Eli Lilly eng zusammenarbeiten. Der genaue Standort wird im März bekanntgegeben. Nvidia-Gesundheitschefin Kimberly Powell sagte bei einem Pressebriefing, beide Unternehmen stellten "zusätzliche Ressourcen" für die neue Einrichtung bereit. Dort solle gemeinsam eine neue Datenbasis entstehen, um KI-Modelle für die biotechnologische Forschung weiter zu trainieren.
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Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

