38.000.000.000.000$ Schulden
Dalio warnt vor US-Schulden-Schock: So schützen Sie Ihr Vermögen jetzt!
38 Billionen US-Dollar Schulden, Zinsen künstlich gedrückt, US-Dollar entwertet: Hedgefonds-Legende Ray Dalio sieht den nächsten Kipppunkt. Was er jetzt als Schutz empfiehlt – und was er meidet.
38 Billionen US-Dollar Staatsschulden – Ray Dalio glaubt nicht, dass Washington dieses Problem einfach wegsparen kann. Der Gründer des Hedgefonds-Riesen Bridgewater sieht den Klassiker aus den Finanzgeschichtsbüchern kommen. Wenn Staaten zu viele Schulden anhäufen, gehen sie selten hart pleite. Häufiger wird die Last jedoch über die Währung verteilt, also entwertet.
Dalio skizziert ein Szenario, in dem die Zinsen künstlich niedrig gehalten werden, während gleichzeitig Geld geschaffen wird. Für Anleger bedeutet das: Wer Staatsanleihen hält, kann real Verluste machen, wenn die Rendite der Inflation hinterherläuft. Dalio warnt vor einer Schuldenkrise, die lange Zeit unspektakulär verläuft und dann plötzlich kippt.
Warum rebelliert der Bondmarkt noch nicht? Dalio beschreibt eine Pattsituation: Die Politik verlässt sich darauf, dass die Märkte schon halten. Die Märkte hoffen, dass die Politik rechtzeitig handelt. Solche Krisen entwickeln sich jedoch oft langsam, bis sie plötzlich da sind.
Weder Zölle noch große Gesetzespakete sind für ihn ein Befreiungsschlag. Zölle könnten zwar Einnahmen bringen und Produktion ins Land holen, sie hätten aber ihren Preis. In seiner Logik ändert das am Kern wenig: Der Schuldenberg wird am Ende eher über Kaufkraftverlust abgetragen.
Als Blaupause nennt er die frühen 1970er Jahre, als die USA die Goldbindung des US-Dollars aufkündigten. Seitdem, so seine Sicht, sollten Anleger nicht in Nominalbeträgen, sondern in inflationsbereinigten Werten denken.
Sein Schutzplan hat zwei Bausteine: inflationsindexierte US-Staatsanleihen (TIPS) und Gold. TIPS sollen den realen Wert absichern. Für Gold nennt er einen groben Richtwert von 10 bis 15 Prozent Depotanteil.
Hinzu kommt sein Mantra: Diversifikation. Nicht die eine Wette, sondern viele – idealerweise rund 15 möglichst unkorrelierte Renditequellen. Und noch ein Satz, der Privatanleger treffen dürfte: Kurzfristiges Trading sei ein Nullsummenspiel, bei dem die meisten am Ende zahlen.
Die Pointe: Entscheidend ist nicht, wie groß Ihr Depot in US-Dollar wirkt, sondern was nach Inflation übrig bleibt.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

