Startschuss für die Earnings
Delta Air Lines: Neue Großbestellung bei Boeing, Zahlen leicht unter Erwartung
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines blickt trotz gemischter Marktreaktionen optimistisch auf das kommende Jahr. Dennoch geht die Aktie nach den Zahlen in die Knie.
- Delta Air Lines optimistisch trotz Aktienrückgang.
- Gewinnwachstum von 20% bis 2026 prognostiziert.
- Neue Boeing-Jets ab 2031 zur Flottenerweiterung.
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Die Earnings Season startet in dieser Woche ebenfalls ins neue Jahr. Zum Auftakt zählen wie immer die Zahlen der großen Wall Street Banken sowie der großen amerikanischen Fluggesellschaften zu den Highlights.
Delta Air Lines gehört zu den größten und beliebtesten Airlines der Welt. Der Konzern stellt für 2026 ein Gewinnwachstum von rund 20 Prozent in Aussicht und kündigte am Dienstag zugleich eine größere Bestellung bei Boeing an. Insgesamt will Delta 30 neue Langstreckenjets des Typs 787-10 erwerben, mit Optionen auf weitere Maschinen.
An der Börse kam die Prognose jedoch nur verhalten an. Die Delta-Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um bis zu 6 Prozent nach, da der mittlere Wert der Gewinnschätzung unter den Erwartungen der Analysten lag. Auch andere große US-Airlines gerieten unter Druck: United Airlines und American Airlines verloren jeweils rund 3 Prozent.
Operativ profitiert Delta weiterhin von einer klaren Nachfrage-Spaltung. Während preissensible Kunden unter Inflation und Kaufkraftverlust leiden, bleibt die Reiselust einkommensstärkerer Passagiere hoch. Im abgelaufenen Dezemberquartal stieg der Gesamtumsatz aus dem Passagiergeschäft nur um 1 Prozent. Dahinter verbarg sich jedoch ein deutlicher Trend: Erlöse aus der Economy-Kabine sanken um 7 Prozent, während das Premiumgeschäft um 9 Prozent zulegte.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Delta mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 6,50 bis 7,50 US-Dollar sowie einem freien Cashflow von 3 bis 4 Milliarden US-Dollar. Damit liegt der Ausblick unter dem Vorjahreswert beim Cashflow, da das Unternehmen höhere Reinvestitionen plant. Im laufenden März-Quartal erwartet Delta ein Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent.
Die neuen Boeing-Jets sollen ab 2031 ausgeliefert werden und die internationale Flotte ergänzen. Der 787-10 gilt als effizient für mittlere Langstrecken, etwa über den Atlantik oder nach Südamerika. Bislang setzte Delta im Langstreckenbereich stark auf Airbus-Modelle. Mit der Boeing-Bestellung will das Management die Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller reduzieren.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Delta Air Lines (DE) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -4,75 % und einem Kurs von 57,99EUR auf Tradegate (13. Januar 2026, 13:51 Uhr) gehandelt.
