Besser als erwartet!
US-Inflation stabilisiert sich: Die Märkte atmen auf
Die US-Verbraucherpreise sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gestiegen. Die Inflation blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert und damit unter den Erwartungen von Experten.
- US-Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 2,7%.
- Kernindex-Anstieg lag bei 0,2%, unter Prognosen.
- Fed unter Druck, Zinssenkungen könnten folgen.
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Ökonomen hatten einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 2,7 Prozent im Jahresvergleich sowie einen Anstieg des Kernindex um 2,8 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise saisonbereinigt um 0,3 Prozent, was den Erwartungen der Ökonomen entsprach. Der Kernindex legte im Dezember um 0,2 Prozent zu, während ein Anstieg von 0,3 Prozent prognostiziert worden war.
Für die Märkte war der dezente Anstieg ein willkommener Impuls. Der US-Dollar erlebte nach der Veröffentlichung des Datenberichts eine leichte Abwertung, während die Renditen der zweijährigen Staatsanleihen sanken. Die Märkte schlossen aus den Ergebnissen, dass eine Zinssenkung der Fed in der nahen Zukunft durchaus möglich ist, wenn auch nicht im Januar.
Insbesondere die Preise für Gebrauchtwagen, Haushaltswaren und Möbel trugen zur Stabilisierung des "Core CPI" bei, da diese Bereiche teilweise Rückgänge verzeichneten. Auch die Preiserhöhungen im Bereich der Unterkunft, die um 0,4 Prozent stiegen, gaben Anlass zur Besorgnis, da dies einen der größten Preistreiber im Dezember darstellte.
Die Ausgaben für Nahrungsmittel stiegen ebenfalls um 0,7 Prozent, was jedoch nicht ausreichte, um die Gesamtteuerung signifikant zu beeinflussen. Auch die Kosten für Wohnen, Transportdienstleistungen und medizinische Versorgung nahmen zu. Im Gegensatz dazu fielen die Benzinpreise sowie die Preise für gebrauchte Autos und Lastwagen.
Nach der Veröffentlichung der Daten stiegen die US-Futures von negativ auf positiv. Die US-Notenbank Fed steht weiterhin unter Druck, die richtigen Maßnahmen in Bezug auf die Inflation und den Arbeitsmarkt zu ergreifen. Zwar senkte die Fed die Zinsen in den letzten drei Sitzungen des Jahres 2025, um den schwächeren Arbeitsmarkt zu stützen, jedoch zeigten Protokolle aus der Dezember-Sitzung, dass einige Mitglieder einer weiteren Lockerung skeptisch gegenüberstanden. Die nächste Sitzung der Fed steht in zwei Wochen an.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

