Nach Trump-Forderungen
Visa und Mastercard fallen nach neuem Kreditkarten-Gesetzesentwurf
Visa und Mastercard stürzen weiter ab, nachdem der Credit Card Competition Act vorgestellt und Trumps Forderungen die Regulierungssorgen verschärfen.
- Visa und Mastercard fallen nach Credit Card Act-Vorstellung.
- Trump fordert Deckelung der Kreditkartenzinsen auf 10%.
- Gesetz soll Wettbewerb im Kreditkartenmarkt stärken.
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Die Aktien von Visa und Mastercard haben ihre Talfahrt am Dienstag fortgesetzt. Den unmittelbaren Auslöser für die erneuten Verluste lieferte die Vorstellung des Credit Card Competition Act im US-Kongress, der auf eine stärkere Regulierung von Interbankenentgelten abzielt.
Die Aktie von Visa schloss am Dienstag mit einem Minus von 5,2 Prozent bei 280,20 US-Dollar. Mastercard verlor 3,7 Prozent und beendete den Handel bei 545 US-Dollar.
Trump mobilisiert gegen "Swipe-Fees"
Trump unterstützt den sogenannten Credit Card Competition Act (CCCA). In einem Beitrag in den sozialen Medien sprach der Präsident von einem "außer Kontrolle geratenen Swipe-Fee-Abzocke-System" und warb für das Gesetz, das die Gebührenstruktur im US-Kreditkartenmarkt grundlegend verändern könnte.
Kern des Gesetzentwurfs ist die Verpflichtung großer Kreditkartenherausgeber, mindestens zwei voneinander unabhängige Zahlungsnetzwerke pro Kreditkarte zuzulassen. Händler sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, bei jeder Transaktion das günstigere Netzwerk zu wählen, anstatt automatisch über Visa oder Mastercard abzuwickeln.
Der Gesetzentwurf wurde ursprünglich im vergangenen Kongress von Senator Roger Marshall (Republikaner, Kansas) und Senator Dick Durbin (Demokrat, Illinois) eingebracht und am Dienstag vorgestellt.
"Diese Gesetzgebung wird den Wettbewerb im Kreditkartenmarkt erhöhen und dem Visa-Mastercard-Duopol ein Ende setzen, das kleine Unternehmen und letztlich auch Verbraucher ausquetscht", erklärte Marshall.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

