Top-Analysten geben Insights
Warum Microsoft bald durch die Decke gehen könnte
Microsofts Wachstumspotenzial wächst dank steigender IT-Budgets und KI-Produkten. Top-Analysten begründen ihre trotz der herrschenden Marktunsicherheit hohen Kursziele für das IT-Unternehmen.
- Microsoft profitiert von steigenden IT-Budgets 2026.
- Analysten setzen Kursziel auf 630 US-Dollar fest.
- KI-Produkte gewinnen an Bedeutung und Marktakzeptanz.
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Die Aktie von Microsoft stagniert seit mehreren Monaten. Nach einer Umfrage von Hyperscaler KeyBanc dürfte das Software- und Cloud-Computing-Unternehmen von den in diesem Jahr gestiegenen IT-Ausgaben profitieren. Eine Umfrage unter Wiederverkäufern, Unternehmen, die IT-Produkte kaufen und mit eigenen Dienstleistungen bündeln, ergab, dass die Kundenbudgets in 2026 um 5,3 Prozent steigen werden. Im Jahr 2025 lag das Wachstum bei 4,6 Prozent. Das sind gute Nachrichten für die Branche und insbesondere für Microsoft, dessen Ausgaben sowohl für die Cloud-Computing-Einheit Azure als auch für Copilot steigen.
KeyBanc-Analyst Eric Heath und seine Kollegen schrieben in einer Studie: "30 Prozent der Befragten erwarten ein schnelleres Wachstum der Kundenausgaben für Public-Cloud-Dienste, ein Plus von 17 Prozentpunkten gegenüber dem dritten Quartal. Darüber hinaus gewinnen mehrere Copilot-Produkte an Bedeutung, da immer mehr Befragte angaben, dass sich Copilot in der Pilotphase und im Produktivbetrieb befindet."
Analysten von KeyBanc gaben der Aktie ein "Overweight"-Rating und setzten ein Kursziel von 630 US-Dollar. Die Skepsis am Markt scheint Microsoft und Softwareaktien im Allgemeinen sowie Unternehmen mit engen Verbindungen zum ChatGPT-Entwickler OpenAI zu belasten, obwohl die Investmentbank Goldman Sachs erst kürzlich ihr Kursziel auf 655 US-Dollar anhob. Analysten argumentierten, dass Investitionen in das KI-Start-up Anthropic und eigene KI-Modelle das Engagement des Unternehmens über OpenAI hinaus diversifiziert haben. Das Unternehmen profitierte von der PC-Revolution der 1980er-Jahre, dem Internetboom der 1990er-Jahre und dem Übergang zum Cloud Computing in den 2010er-Jahren. Laut Goldman Sachs ist es nun in der Lage, diesen Erfolg im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu wiederholen. Eine offene Frage, die es zu klären gilt, ist, wie schnell Nutzer KI-Tools annehmen.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
