Börse, Baby
USA drücken Renditen bei Anleihen – kann das gutgehen?
Der US-Anleihemarkt ist längst mehr als ein nüchterner Finanzierungskanal für Washington. Er ist ein politisches Machtinstrument – und eines mit kurzer Zündschnur.
- US-Anleihemarkt als politisches Machtinstrument.
- Steigende Renditen erhöhen Schuldendienst und Risiko.
- Maßnahmen zur Kontrolle der Renditen werden ergriffen.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Renditeschocks, ein schwächelnder Dollar und ein abrutschender Aktienmarkt: So noch das Bild im April letzten Jahres, als US-Präsident Donalsd Trump die Zölle ankündigte. Eines der Ergebnisse: Die Renditen der US-Staatsanleihen rauschten in die Höhe.
Das ist eines der unerwünschten Ereignisse, denn steigende Renditen verteuern den Schuldendienst des Staates und erhöhen mittelfristig das Risiko einer steigenden Schuldenquote.
Mittlerweile sind die Renditen der US-Bonds wieder im Griff, mit dem gezielten Einsatz staatlicher und regulatorischer Hebel.
Dazu gehören Rückkaufprogramme für Staatsanleihen, die systematische Verlagerung der Finanzierung auf kurzfristige Treasury Bills statt langlaufender Bonds sowie eine enge Abstimmung mit Großinvestoren über Emissionspläne – bis hinein in Personalfragen rund um die Federal Reserve.
Die Botschaft dahinter ist unmissverständlich: Steigende Renditen, vor allem bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen, sollen um nahezu jeden Preis verhindert werden. Aber ist dies ein probates Mittel, steckt dahinter nicht ein viel größeres Risiko?
Ingo Kolf (links) und Krischan Orth analysieren die Lage am Bond-Markt
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Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

