China-Reise-Riese in der Krise
Trip.com-Aktie crasht um mehr als 20 %! Der Grund überrascht
China eröffnet eine Antitrust-Untersuchung gegen Trip.com – der Aktienkurs des Online-Reisegiganten fällt dramatisch! Was bedeutet das für die Zukunft?
- China untersucht Trip.com wegen Wettbewerbsverstößen.
- Aktienkurs fiel um über 20 Prozent in Hongkong.
- Trip.com kooperiert, aber Zukunft bleibt unsicher.
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In einem dramatischen Wendepunkt für die Online-Reisebranche stürzte der Aktienkurs von Trip.com zeitweise um mehr als 20 Prozent ab, nachdem die chinesischen Behörden offiziell eine Kartelluntersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet haben.
Trip.com ist gemessen an der Marktkapitalisierung der größte Online-Reiseanbieter in Asien und einer der größten weltweit. Das Unternehmen hält Anteile am britischen Flugaggregator Skyscanner, dem indischen Reiseunternehmen MakeMyTrip sowie mehreren chinesischen Reiseanbietern. Die chinesische Wettbewerbsbehörde, die State Administration for Market Regulation (SAMR), verdächtigt Trip.com, seine dominierende Marktposition missbräuchlich auszunutzen. Dabei geht es vor allem um Praktiken, die als wettbewerbswidrig und monopolistisch eingestuft werden.
Warum hat Trip.com so viel zu verlieren?
Die Untersuchung könnte das Geschäftsmodell von Trip.com erheblich beeinträchtigen – insbesondere, wenn die Vorwürfe bestätigt werden. Als eines der größten Unternehmen im Online-Reisebereich hat Trip.com nicht nur in China, sondern auch international – unter anderem durch Beteiligungen an Skyscanner und MakeMyTrip – ein immenses Netzwerk aufgebaut. Gerade dieser Expansionskurs könnte es dem Unternehmen jedoch erschwert haben, sich an die lokalen und internationalen Wettbewerbsregelungen zu halten.
Trotz dieser Ermittlungen betonte Trip.com, dass es "aktiv mit den Behörden kooperieren" werde, und erklärte, dass die Geschäftsabläufe wie gewohnt weiterlaufen würden. Dieser Kommentar konnte die Erschütterung an den Märkten jedoch nicht abmildern: Die Aktie fiel am Donnerstag um 22 Prozent an der Börse in Hongkong, wodurch das Unternehmen zum größten Verlierer im Hang Seng Index wurde.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

