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DroneShield nach 500%-Rallye: Jetzt steigt JPMorgan ein
Nach einer außergewöhnlichen Kursrallye wird Droneshield erstmals zum Ziel großer US-Investoren. JPMorgan hat die Fünf-Prozent-Schwelle überschritten und setzt ein starkes institutionelles Signal.
- JPMorgan wird bedeutender Aktionär bei DroneShield.
- Aktie stieg 32% seit Jahresbeginn, über 500% jährlich.
- Analysten empfehlen Kauf, Potenzial durch Aufträge.
- Report: Vorsicht, geheim!
Der australische Drohnenabwehr-Spezialist DroneShield hat einen neuen prominenten Ankerinvestor gewonnen. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die australische Börse hervorgeht, ist JPMorgan Chase am 12. Januar zu einem bedeutenden Aktionär aufgestiegen. Die US-Großbank hält nun 47,5 Millionen Aktien und damit 5,19 Prozent der ausstehenden Anteile.
Der Einstieg fällt in eine Phase außergewöhnlicher Kursdynamik. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie bereits mehr als 32 Prozent im Plus, auf Zwölfmonatssicht summiert sich der Anstieg auf über 500 Prozent.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Titel durch eine technische Maßnahme: DroneShield beantragte die Notierung von 500.000 neuen Stammaktien, die aus der Ausübung von Mitarbeiter-Performance-Optionen stammen. Dem Unternehmen fließt dabei kein frisches Kapital zu. Die Maßnahme dient laut Unternehmensangaben der langfristigen Bindung hochqualifizierter Fachkräfte und wird vom Markt bislang nicht als belastend wahrgenommen.
Fundamental stützen vor allem Großaufträge die Bewertung. Allein 2025 meldete DroneShield Lieferverträge im Volumen von 176,3 Millionen Australischen Dollar (rund 108 Millionen Euro), darunter mehrere Militärabschlüsse in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und für westliche Streitkräfte. Der Rekordauftrag aus Europa über 61,6 Millionen AUD markierte dabei einen Meilenstein. Seit September 2025 sorgt zudem die Aufnahme in den S&P/ASX-200-Index für höhere institutionelle Sichtbarkeit und Liquidität.
Analysten sehen weiteres Potenzial. Laut TipRanks empfehlen alle zuletzt aktiven Experten die Aktie zum Kauf, mit Kurszielen zwischen 4,50 und 4,70 Australischen Dollar. Das Brokerhaus Bell Potter spricht von einem möglichen Wendepunkt für den globalen Markt für Drohnenabwehrsysteme in diesem Jahr. Als Treiber gelten eine geschätzte Pipeline von rund 2,5 Milliarden AUD, steigende Verteidigungshaushalte und der wachsende Fokus auf autonome Abwehrsysteme.
Der Einstieg von JPMorgan unterstreicht damit den zunehmenden institutionellen Rückenwind für spezialisierte Rüstungs- und Sicherheitstechnologien – trotz bereits stark gestiegener Kurse.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

