Erst Panik, jetzt Kaufchance

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    Nach Trumps Banken-Abverkauf: Wall Street riecht Geld

    Trumps Vorstoß zu Kreditkarten-Zinsen schickte Bankaktien zu Wochenbeginn auf Talfahrt. Während die Angst den Markt dominiert, sehen Analysten und Händler die Kurseinbrüche nun als mögliche Einstiegschance.

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    Erst Panik, jetzt Kaufchance - Nach Trumps Banken-Abverkauf: Wall Street riecht Geld

    Die jüngste Kurskorrektur bei US-Banken und Zahlungsdienstleistern wurde durch eine politische Drohung ausgelöst. US-Präsident Donald Trump brachte eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen von 10 Prozent ins Spiel und sorgte damit für deutliche Verluste bei Bankaktien. Titel von JPMorgan Chase, Wells Fargo und Citigroup fielen binnen weniger Tage um fünf bis sieben Prozent. Auch die Zahlungsnetzwerke Visa und Mastercard gerieten unter Druck, nachdem Trump zusätzlich den seit Jahren blockierten Credit Card Competition Act (CCCA) unterstützte.

    Banken und Analysten warnen, dass eine Zinsobergrenze das Kreditkartengeschäft massiv einschränken würde. Besonders betroffen wären Kunden mit niedriger Bonität, da Kredite für sie wirtschaftlich nicht mehr darstellbar wären. JPMorgan-Chef Jamie Dimon erklärte, die Folgen einer Obergrenze wären für Subprime-Kunden "dramatisch". Auch Citigroup-CFO Mark Mason warnte, eine solche Maßnahme würde "wahrscheinlich zu einer erheblichen Verlangsamung der Wirtschaft führen".

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    Gleichzeitig zweifeln viele Marktteilnehmer an der politischen Umsetzbarkeit. Händler von JPMorgan verwiesen darauf, dass eine Zinsobergrenze ein neues Gesetz erfordern würde und Trump dafür weder in der eigenen Partei noch bei den Demokraten ausreichend Unterstützung habe. In einer Mitteilung hieß es: "Wir halten dies für einen günstigen Zeitpunkt, um Kreditkarten und Banken mit Kreditkartenengagement zu kaufen."

    Auch die Wall Street sieht die Kursreaktionen überwiegend als überzogen an. Wells-Fargo-Analyst Jason Kupferberg betonte, der CCCA liege seit mehr als drei Jahren ohne Fortschritt im Kongress. Analysten von Morgan Stanley, Citi und der Bank of America argumentieren übereinstimmend, dass politische Risiken dieser Art historisch häufig Kaufgelegenheiten geschaffen hätten.

    Sollte eine Obergrenze tatsächlich eingeführt werden, rechnen Wells Fargo-Analysten mit einem Gewinnrückgang vor Steuern von 5 bis 18 Prozent bei Großbanken. Für reine Kreditkartenanbieter wie Capital One oder Synchrony Financial könnte das Geschäftsmodell sogar weitgehend unrentabel werden. Derzeit jedoch überwiegt am Markt die Einschätzung, dass Trumps Vorstoß eher politischer Druck als kurzfristig umsetzbare Regulierung ist – und der jüngste Ausverkauf damit eher Angst als Fundament widerspiegelt.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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