Gold-, Silber- & Kupfer-Rallye
Warum Goldminen-Aktien jetzt explodieren!
Rohstoff-Rekorde und geopolitische Nervenprobe: Goldminen schlagen den S&P 500. Doch die nächste Rallye hängt an einer entscheidenden Frage – und die kann Kurse kippen.
- Goldminen outperformen S&P 500, Rekorde bei Rohstoffen.
- Geopolitische Spannungen treiben Investitionen in Rohstoffe.
- Cash-Management der Minenbosse entscheidet über Rallye.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Gold, Silber und Kupfer starten mit Rekorden ins neue Jahr. Gleichzeitig suchen Anleger die Sicherheit und kaufen nicht nur das Metall selbst, sondern auch den Hebel darauf in Form von Minenaktien. Laut einem Bloomberg-Bericht springt der Sektor 2026 auffällig früh an.
So liegt der NYSE Arca Gold Miners Index 2026 bereits etwa 12 Prozent im Plus. Spot-Gold gewinnt 6,9 Prozent, der S&P 500 hingegen nur 0,7 Prozent. Die dahinterstehende Geschichte ist simpel: Geopolitische Spannungen rund um die USA, den Iran und Venezuela treiben Geld in Rohstoffe, die ihren Wert eher halten sollen.
Warum laufen die Aktien der Produzenten besser als der Goldpreis? Steigende Edelmetallpreise schlagen oft schneller durch als die Kosten. Wenn Gold teurer wird, bleiben viele Ausgaben erst einmal träge und die Marge wächst überproportional. Das hat 2025 für extreme Ausschläge gesorgt: Newmont und Agnico Eagle haben sich mehr als verdoppelt, während der Goldpreis um rund 65 Prozent stieg. Analysten erwarten bei beiden Unternehmen zudem einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie von mehr als 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Doch genau hier lauert der nächste Nervenkitzel: Was machen die Minenbosse mit dem Cash? Anleger feiern Dividenden und Aktienrückkäufe und akzeptieren Investitionen, solange sie diszipliniert
getätigt werden. Was den Markt dagegen schon öfter gekippt hat, sind teure Übernahmen am oberen Ende des Zyklus.
Auch die Werte von Silber und Kupfer stehen im Rampenlicht: Silber, weil eine höhere Volatilität die Gewinne verstärken kann. Kupfer, weil Angebotsstörungen und US-Vorratskäufe im Schatten von Zollsorgen den Preis in die Höhe treiben können.
Ein Analyst von Bloomberg Intelligence sieht den Goldpreis bis Jahresende sogar bei 5.000 US-Dollar je Unze, warnt aber: Eine Pause der Fed, robuste Aktienmärkte und ein fester US-Dollar könnten die Rally in der ersten Jahreshälfte bremsen.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
