Stress bei Apple & Co

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    Explodierende Speicherpreise: Droht der nächste Margen-Crash bei Chip-Aktien?

    Speicherchips werden immer teurer – mit spürbaren Folgen für Smartphone- und PC-Hersteller. Während Speicherproduzenten boomen, geraten bekannte Tech-Namen unter Druck. Wer die Gewinner und Verlierer sind.

    Für Sie zusammengefasst
    • Speicherpreise steigen stark, belasten Tech-Hersteller.
    • Speicherproduzenten profitieren, Aktienkurse steigen.
    • HP und Apple leiden unter hohen Speicherkosten.
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    Stress bei Apple & Co - Explodierende Speicherpreise: Droht der nächste Margen-Crash bei Chip-Aktien?

    Steigende Speicherpreise werden zunehmend zur Belastung für Chiphersteller, die Halbleiter für Smartphones liefern. Darauf verweisen jüngste Herabstufungen von Qualcomm durch Mizuho Securities und von Arm Holdings durch die Bank of America, wie Bloomberg berichtet.

    "Solange die Speicherpreise hoch bleiben, und wir gehen davon aus, dass sie angesichts der Nachfrage aus dem Bereich künstliche Intelligenz noch eine Weile hoch bleiben werden, könnte der Markt diese Aktien weiter abstrafen", sagte Thummel. Innerhalb der Branche zeigt er sich lediglich für Dell optimistisch, da das starke Wachstum im Servergeschäft die negativen Effekte höherer Speicherpreise ausgleiche.

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    Ganz anders entwickelt sich der Markt für Speicherhersteller selbst. Unternehmen wie Sandisk, Western Digital, Micron und Seagate Technology knüpfen 2026 an ihre kräftigen Kursgewinne aus dem Vorjahr an. Sandisk führt den S&P 500 seit Jahresbeginn mit einem Plus von mehr als 60 Prozent an.

    Zahlen von Samsung Electronics untermauern den Trend

    Die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM-Chips stiegen im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 30 Prozent, die Preise für NAND-Chips um rund 20 Prozent. Diese Entwicklung trug dazu bei, dass sich der Gewinn des Konzerns mehr als verdreifachte. Bloomberg zufolge dürfte das hohe Preisniveau mindestens bis 2026 anhalten.

    "Für eine Branche, die lange von Boom-und-Bust-Zyklen geprägt war, ist diesmal vieles anders", schrieb IDC-Analyst Francisco Jeronimo in einem Bericht. Es handele sich nicht nur um eine zyklische Verknappung, sondern um eine strategische Neuverteilung globaler Siliziumkapazitäten.

    Besonders problematisch ist die Lage für Hersteller von Endgeräten. Speicher kann laut IDC zehn bis 20 Prozent der Materialkosten von Smartphones ausmachen. Hedgeye Risk Management erklärte zuletzt, man sei "weniger überzeugt" von Apple, da die Speicherproblematik zunehmend belaste.

    Noch stärker trifft es PC-Hersteller. HP verfehlte im November die Gewinnerwartungen. Das Management schätzte, dass steigende Speicherkosten den bereinigten Gewinn je Aktie im Jahr 2026 um rund 30 Cent drücken könnten. Katherine Murphy von Goldman Sachs bezeichnete HP als das Unternehmen, das am stärksten unter dauerhaftem Margendruck und einer schwächeren Nachfrage leide.

    Die Gewinnschätzungen für HP wurden laut Bloomberg-Daten im vergangenen Monat um mehr als sieben Prozent gesenkt. Auch Dell verwies auf höhere Speicherpreise, kann diese Belastung jedoch dank der starken Nachfrage nach Servern für Anwendungen der künstlichen Intelligenz besser abfedern.

    "In den nächsten zwei Jahren werden die Kosten für Speicherkomponenten so stark steigen, dass selbst ein Unternehmen von der Größe Apples betroffen sein wird", sagte Paul Meeks von Freedom Capital Markets. Zwar seien Speicherpreise grundsätzlich zyklisch, doch das aktuelle Angebot sei so knapp, dass keine schnelle Entspannung absehbar sei.

    Unterdessen erreichten die Aktien von ASML ein Rekordhoch. Der Börsenwert stieg auf über 500 Milliarden US-Dollar, nachdem der wichtigste Kunde Taiwan Semiconductor Manufacturing einen besser als erwarteten Ausblick für 2026 vorgelegt hatte.

    Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion



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    Verfasst vonRedakteurNicolas Ebert
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