Revolution im Chat

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    KI-Shopping: So sollen Chatbots zur Shopping-Waffe werden

    Der Kampf um die Kasse beginnt! KI-Chatbots sollen zum neuen Einkaufszentrum werden: suchen, vergleichen, bezahlen: alles im Dialog.

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    Revolution im Chat - KI-Shopping: So sollen Chatbots zur Shopping-Waffe werden

    Humanoide Roboter mögen ein größer werdender Trend der künstlichen Intelligenz sein, doch auch das Einkaufen und Online-Shopping angeht, könnte dies schon sehr bald von KI-Unternehmen dominiert werdenn. Erst kürzlich sprang Microsoft auf den Zug von OpenAI und Alphabet auf und will über seine KI-Chatbots ein Einkaufserlebnis direkt im Chat anbieten. Das Ganze befindet sich noch in der Anfangsphase, bisher sind nur wenige Handelspartner an Bord, und die Entwicklung solcher One-Stop-Shopping-Apps stellt eine große Herausforderung dar. Doch was dahinter steckt, ist noch viel größer – es ist Teil eines Plans, Chatbots zu vollwertigen Plattformen auszubauen.

    Ein einfacher Bezahlvorgang

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    Das von OpenAI entwickelte ChatGPT kündigte im September als Erstes die neue Instant-Checkout-Funktion (Produkte direkt in ChatGPT ohne Umweg über einen Shop zu kaufen) an. Nutzer können sich dabei in natürlicher Sprache mit ChatGPT unterhalten, um ihre Kaufentscheidung zu treffen. Nur wenige Klicks später ist die Transaktion abgeschlossen, ohne den Chatbot zu verlassen. Für die Zahlungsabwicklung arbeitet OpenAI mit Stripe zusammen, die Waren werden von Walmart , Etsy und Shopify bereitgestellt. Nutzer können dabei über digitale Geldbörsen von Apple , Google und Stripe oder mit herkömmlichen Kreditkarten bezahlen.

    Aktuell ist die Nutzung jedoch noch uneinheitlich und es fehlt an Standardisierung. Walmart akzeptiert keine digitalen Geldbörsen an der Kasse, was den einfachen Zahlungsvorgang bei Etsy oder Shopify verlangsamt. Nur einige Händler auf Etsy und Shopify bieten diese Lösung an. Die Shopping-Suche von ChatGPT ist sehr breit gefächert und bevorzugt nicht die Partnerhändler von Instant Checkout, es sei denn, man gibt entsprechende Hinweise. So wurde bei der Suche mit ChatGPT nach einem Produkt unter acht Treffern nur ein Etsy-Produkt angezeigt. Bei einer präziseren Eingabe (zum Beispiel einem einzigartigen Produkt) wurden ausschließlich Etsy-Produkte angezeigt.

    Auch Google vorne mit dabei

    Konkurrent Google bietet einen ähnlich einfachen Such- und Zahlungsprozess, hat aber ebenfalls mit einer begrenzten Anzahl an Handelspartnern zu kämpfen – derzeit nur Wayfair, Chewy ,Quince und einigen Shopify-Shops. Googles zusätzliche Funktion ist eine Preisbenachrichtigung, die ein Produkt für den Nutzer überwacht und ihn benachrichtigt, sobald ein Händler den Preis senkt. An der Kasse wird ausschließlich Google Pay unterstützt. Erst kürzlich hat die Alphabet-Tochter auf der Konferenz der National Retail Federation einen wichtigen Schritt hin zu einer breiteren Implementierung von KI-gestütztem Shopping unternommen.

    Gemeinsam mit einer größeren Gruppe von Partnern aus dem Einzelhandel kündigte Google sein Agent Payments Protocol an, einen offenen Standard, der das KI-gestützte Shopping im Online-Handel beschleunigen und standardisieren soll. Bei breiter Akzeptanz böte er Einzelhändlern eine einheitliche Möglichkeit, mit verschiedenen KI-gestützten Shopping-Tools zu interagieren. 

    Alphabet

    -1,29 %
    -7,60 %
    -10,55 %
    +4,91 %
    +46,92 %
    +192,84 %
    +199,94 %
    +705,43 %
    +12.375,73 %
    ISIN:US02079K3059WKN:A14Y6F

    Microsoft will nachziehen

    Microsofts eigene Implementierung befindet sich noch in der Einführungsphase, doch die Darstellungen ähneln denen von OpenAI und Google: Natürliche Sprachkonversationen und ein schneller Bezahlvorgang. Die Partner bei der Markteinführung sind PayPal, Stripe und Shopify. Shopify hat sich damit bei allen drei Möglichkeiten des KI-Shoppings eine Position gesichert. 

    Microsoft

    -0,56 %
    +0,49 %
    -17,37 %
    -23,56 %
    -14,10 %
    +36,13 %
    +66,72 %
    +640,33 %
    +1.383,48 %
    ISIN:US5949181045WKN:870747

    Was ist mit Amazon?

    Amazon sieht das anders und wehrt sich dagegen, dass eine weitere Plattform zwischen ihm und seinen Kunden steht und will nicht von einem Chatbot vereinnahmt werden. So hat das Unternehmen versucht, KI-gesteuerte Browser wie Comet von Perplexity am Einkaufen auf der Amazon-Plattform zu hindern. Im vergangenen Oktober schickte das Unternehmen Perplexity eine Unterlassungserklärung. Damals erklärte der US-Gigant in einer Stellungnahme: "Wir haben Perplexity wiederholt aufgefordert, Amazon aus dem Comet-Erlebnis zu entfernen, insbesondere angesichts des deutlich verschlechterten Einkaufs- und Kundenserviceerlebnisses."

    Stattdessen bietet Amazon mit "Buy for Me" ("für mich kaufen") eine eigene neue Funktion an. Ähnlich wie Comet funktioniert auch "Buy for Me" als Agent – ​​eine Software, die mithilfe von KI-Modellen komplexe Aufgaben anhand einfacher Eingaben erledigt. Sie kann Waren auf Websites kaufen, die nicht zu Amazon gehören. Genau wie Amazon versucht hat, Comet zu verbieten, haben andere Händler Amazons automatisiertes System, das im Auftrag ihrer Kunden agiert, zurückgewiesen. 

    Amazon

    -0,65 %
    -2,01 %
    -21,13 %
    -21,26 %
    -23,67 %
    +83,70 %
    +24,49 %
    +630,51 %
    +241.928,99 %
    ISIN:US0231351067WKN:906866

    Ein Wettkampf, der die Zukunft prägen kann

    OpenAI, Google und Microsoft verfolgen alle das Ziel, KI über eine reine Smartphone-Anwendung hinaus zu erweitern. Sie wollen Plattformen ähnlich wie iOS und Android entwickeln, wobei OpenAI bereits von völlig neuen, KI-zentrierten Geräten spricht. Im E-Commerce trat einst Amazon gegen Kaufhäuser an. Heute kämpfen Amazon, OpenAI, Google und Microsoft um die Vorherrschaft. Die Gewinner könnten die Zukunft weit über den Einzelhandel hinaus prägen.

    Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion


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