Anleger riechen Staatsgeld
DroneShield erhält das goldene Ticket ins Regierungsprogramm – Aktie haussiert
DroneShield steigt in das Regierungs-Panel für Anti-Drohnen-Technik auf und rückt damit in Sichtweite möglicher Staatsabrufe. Das schürt neue Anlegerfantasie.
- DroneShield im Regierungs-Panel für Anti-Drohnen-Technik.
- Zugang zu staatlichen Ausschreibungen erleichtert.
- Aktie steigt um 8%, Kursplus seit Jahresbeginn 43%.
- Report: Vorsicht, geheim!
Die Aktie von DroneShield ist am Freitag stark gestiegen, nachdem das Unternehmen bestätigt hat, dass es vom australischen Verteidigungsministerium in ein neues Beschaffungsprogramm für Anti-Drohnen-Technik aufgenommen wurde. DroneShield gehört dort nun zur Kategorie 2 der Anbieter, was bedeutet, dass die Regierung ihre Systeme einfacher und schneller anfordern kann. Ein garantierter Auftrag ist das noch nicht, aber der Zugang zu staatlichen Ausschreibungen wird deutlich erleichtert.
Über das neue Panel kann das Verteidigungsministerium künftig Ausrüstung, Software, Steuerungssysteme und begleitende Dienstleistungen von DroneShield abrufen – ohne jedes Mal ein langwieriges Vergabeverfahren zu starten. Das spart Zeit und öffnet den Zugang zu rund 150 Militärstandorten sowie weiteren Einrichtungen wie kritischer Infrastruktur, Häfen und Polizeistationen.
CEO Oleg Vornik sagte, man sei bereit, "einsatzerprobte, softwaredefinierte C-sUAS-Lösungen" zu liefern. Zwar lässt sich noch nicht abschätzen, wie hoch die künftigen Einnahmen ausfallen werden, DroneShield rechnet aber mit einem "wesentlichen" Beitrag. Die Regierung plant zudem, in den kommenden zehn Jahren rund 1,3 Milliarden AUD (rund 740 Millionen Euro) in Anti-Drohnen-Fähigkeiten zu investieren – ein starkes Signal für die Branche.
An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Aktie stieg um knapp 8 Prozent auf 4,40 AUD. Damit setzt sich der starke Lauf der vergangenen Monate fort. Allein seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf rund 43 Prozent.
Die Aufnahme in das Panel ist der jüngste Schritt in einer Reihe großer Aufträge. Seit 2024 ist DroneShield bereits Teil von Project LAND 156 und erhielt im September erste Bestellungen über rund 6 Millionen AUD. 2025 folgten weitere große Deals – darunter 8,2 Millionen AUD für tragbare Anti-Drohnen-Systeme an einen westlichen Kunden, 6,2 Millionen AUD im Asien-Pazifik-Raum und ein europäischer Großauftrag über 49,6 Millionen AUD. Zudem hat DroneShield seine Vertriebsstruktur ausgebaut: Seit dem 6. Januar 2026 ist Louis Gamarra als Chief Commercial Officer für die weltweite Verkaufsstrategie verantwortlich.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

