Arktis-Rostoffrausch
7 Grönland-Minenaktien knallen jetzt hoch – doch es gibt einen Haken!
Trump will Grönland – und Anleger jagen Rohstoff-Aktien. Manche Titel legen 2026 schon dreistellig zu. Welche 7 Werte profitieren – und warum der Hype riskant ist.
- Trump drängt auf Grönland, Anleger setzen auf Rohstoffe.
- Sieben Minenwerte steigen stark, Hype um Mineralien.
- Risiken im Arktis-Bergbau oft ignoriert, Erfolg ungewiss.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Für viele Anleger war Grönland bisher ein weißer Fleck auf der Rohstoffkarte. Jetzt reicht ein politischer Funke, und an der Börse beginnt der Run auf "kritische Mineralien": Sieben Minenwerte mit Projekten auf der arktischen Insel verzeichnen plötzlich einen starken Anstieg.
Auslöser ist ein Machtpoker. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar hat Washington die Rhetorik verschärft und droht damit, Grönland notfalls auch mit militärischem Druck "zu erwerben" – offiziell aus Gründen der nationalen Sicherheit. Anleger lesen daraus: Wer Zugriff auf Rohstoffe hat, gewinnt geopolitisch.
Die Kursliste sieht entsprechend aus:
1.) Critical Metals Corp.: Plus 158 Prozent seit Jahresbeginn.
2.) Energy Transition Minerals: Mehr als 70 Prozent seit Jahresbeginn.
3.) Brunswick Exploration: Mehr als 70 Prozent seit Jahresbeginn.
4.) 80 Mile: Mehr als 70 Prozent seit Jahresbeginn.
5.) Eclipse Metals: rund 29 Prozent seit Jahresbeginn.
6.) GreenRoc Strategic Materials: rund 30 Prozent seit Jahresbeginn.
7.) Amaroq: plus 6 Prozent seit Jahresbeginn.
Bei Critical Metals spielt die Fantasie um "schwere" Seltene Erden eine Rolle. Das Projekt befindet sich noch im Aufbau, soll aber Elemente liefern, die Technik hitzefester und Magnete stabiler machen – vom E-Auto bis zu KI-Rechenzentren.
Der Haken, den viele ausblenden: In Grönland wird bislang noch gar keine Seltene-Erden-Produktion betrieben – obwohl es dort zwei der größten Lagerstätten der Welt gibt. Dennoch wird das Narrativ verbreitet, die Insel könne Chinas Vormachtstellung brechen. China stand im Jahr 2024 für rund 70 Prozent der weltweiten Förderung von Seltenen Erden.
Bei Amaroq kommt noch ein KI-Twist dazu: Das Unternehmen meldete in einem Projekt "kommerzielle Mengen" von Germanium und Gallium, zwei Mineralien, die für moderne KI-Chips wichtig sind und die China 2025 mit Exportverboten belegte.
Doch selbst im Boom gilt: Bergbau in der Arktis ist kein Selbstläufer. Ein Geologieprofessor bezeichnet die Idee eines schnellen Erfolgs gegenüber CNBC als "absurd". Wer hier investieren möchte, sollte auch das Risiko berücksichtigen. Politik kann Kurse treiben, aber sie gräbt keine Minen.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

