Das steckt dahinter
Porsche mit Zahlen: Ein Markt wird zum großen Problem
Hinter den dargelegten Zahlen von Porsche steckt mehr als nur ein Trend. Gründe gibt es dabei mehrere.
- Auslieferungen 2025 um 10% auf 279.449 gesunken.
- China: 26% Rückgang, intensiver Wettbewerb belastet.
- Porsche fokussiert mehr auf Benzin- und Hybridmodelle.
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Wie Porsche am Freitag bekannt gab, gingen die Auslieferungen im Jahr 2025 um 10 Prozent zurück, da die Ausgaben für Luxusprodukte in China zurückgingen und die Modelle 718 Boxter und 718 Cayman eingestellt wurden. Das Unternehmen teilte mit, dass 2025 279.449 Fahrzeuge ausgeliefert wurden, im Vergleich zu 310.718 im Jahr 2024.
Zudem war das Jahr für Porsche turbulent, weil es mit einem stockenden Übergang zu Elektrofahrzeugen und Automobilzöllen zu kämpfen hatte. Die Auslieferungen in Nordamerika, dem größten Absatzgebiet des Unternehmens, blieben mit 86.229 Fahrzeugen nahezu unverändert, doch aufgrund anhaltender Herausforderungen in China sanken die Auslieferungen in diesem Land um 26 Prozent auf 41.938 Fahrzeuge.
Die Automobilhersteller sahen sich in China einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt, was einen lang anhaltenden Preiskrieg auslöste, da die Konkurrenten die Preise senkten, um Kunden zu gewinnen. Gleichzeitig führten ein lang anhaltender Einbruch des Immobilienmarktes und Sorgen um das Wirtschaftswachstum im Land dazu, dass die Käufer ihre Ausgaben für Luxusgüter reduzierten. Das Unternehmen argumentierte: "Die Hauptgründe für den Rückgang sind nach wie vor die schwierigen Marktbedingungen, insbesondere im Luxussegment, und der sehr intensive Wettbewerb auf dem chinesischen Markt, vor allem bei vollelektrischen Modellen."
Auch andere deutsche Marken wie Audi, BMW und Mercedes-Benz berichteten kürzlich, dass der schwierige chinesische Markt die Nachfrage im vergangenen Jahr beeinträchtigt hat. In Europa sanken die Porsche-Auslieferungen um 13 Prozent auf 66.340 Fahrzeuge (ohne den Heimatmarkt Deutschland), während die Auslieferungen in Deutschland um 16 Prozent zurückgingen.
Das Unternehmen senkte im vergangenen Jahr mehrmals seine Prognose, da es vor Belastungen durch US-Importzölle, Investitionen in neue Verbrennungsmotoren und Hybridmodelle angesichts der langsamen Akzeptanz von Elektrofahrzeugen sowie der Wettbewerbssituation in China warnte. Porsche kündigte letztes Jahr außerdem an, seine Ambitionen im Bereich der Elektrofahrzeuge zurückzufahren und stattdessen sein Angebot um mehr benzinbetriebene und Plug-in-Hybridmodelle zu erweitern als ursprünglich geplant.
In Europa wurden im Jahr 2025 erstmals mehr elektrifizierte Fahrzeuge als reine Verbrennungsmotorfahrzeuge ausgeliefert. Der Macan führte die Auslieferungsstatistik des Jahres an, während der 911 mit 51.583 Auslieferungen weltweit einen Rekordwert erreichte, hieß es.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion
