Bullenprognose für Chip-Perle
Steigt die ASML-Aktie auf 2000 Euro? Dieser Analyst glaubt daran
Morgan Stanley hebt die Kursziele für ASML auf, mit einem bullischen Szenario von bis zu 2.000 Euro pro Aktie. Das Wachstum des KI-Marktes und steigende Investitionen in Halbleiter treiben die Prognosen an.
- Morgan Stanley hebt ASML-Kursziel auf 2.000 Euro.
- KI-Wachstum und Halbleiterinvestitionen treiben Prognosen.
- TSMC erhöht Ausgaben, ASML-Aktie stark gestiegen.
- Report: Vorsicht, geheim!
Analysten der US-Großbank Morgan Stanley haben die Aktie von ASML in einer aktuellen Analyse als einen der Top-Optionen für Investoren bezeichnet und sieht ein enormes Potenzial für Kurssteigerungen.
Die Experten der Bank erwarten, dass der Aktienkurs des niederländischen Halbleiterausrüsters im optimistischsten Szenario bis auf 2.000 Euro steigen könnte – ein Plus von 71 Prozent im Vergleich zum aktuellen Kurs. Die Gründe für diese Prognose sind vor allem die wachsende Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Ausgaben der Halbleiterhersteller. "Höhere Investitionen in Foundry- und Speicherbereiche im Jahr 2027 sowie eine besser als befürchtete Nachfrage aus China bestärken uns in unserer Überzeugung", so das Team um Lee Simpson.
ASML ist in der Branche für seine fortschrittlichen Lithografiesysteme bekannt, die für die Herstellung von Mikrochips von zentraler Bedeutung sind. Als größter Kunde des Unternehmens gilt Taiwan Semiconductor Manufacturing, das eine wichtige Rolle im aktuellen Boom der KI-Technologien spielt. Nachdem TSMC in dieser Woche angekündigt hatte, seine Ausgaben deutlich hochzufahren, war die ASML-Aktie stark gestiegen.
Morgan Stanley hat ihr Kursziel für ASML von 1.000 Euro auf 1.400 Euro angehoben, was unter den Wall-Street-Brokern das zweithöchste Ziel darstellt. Im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert Morgan Stanley einen Umsatz von etwa 46,8 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von rund 45,7 Euro – fast doppelt so hoch wie 2025. Diese positiven Aussichten stützen sich auf die Annahme, dass die Investitionen in Halbleiterfertigung und Speicherchips weiterhin steigen werden, insbesondere in Asien.
Ein weiterer Faktor, der den Optimismus nährt, ist die zunehmende Zusammenarbeit zwischen den USA und Taiwan im Bereich der Halbleiterproduktion. Ein kürzlich unterzeichneter Handelsvertrag sieht vor, dass taiwanesische Unternehmen ihre Investitionen in amerikanische Halbleiteroperationen um bis zu 500 Milliarden US-Dollar steigern sollen. Diese Entwicklung könnte zu einer weiteren Nachfrage nach ASMLs Maschinen führen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
