Buy or Goodbye?
Bayer, BMW, Gerresheimer und Hellofresh – Die Analystenstimmen des Tages
Bayer, BMW, Gerresheimer und Hellofresh: Die wichtigsten Analysten-Updates im Überblick.
- Jefferies: Gerresheimer auf "Buy", positive Perspektiven.
- Deutsche Bank: BMW-Kursziel auf 103 Euro gesenkt.
- UBS: Bayer bleibt "Neutral", Generika-Risiken steigen.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Jefferies stuft Gerresheimer auf "Buy"
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Gerresheimer auf "Buy" belassen. Analyst James Vane-Tempest veröffentlichte am Freitag eine eigene Zweitmeinung zu seiner ersten Diagnose des
europäischen Healthcare-Sektors für 2026. Der Bereich Auftragsfertigung (CDMO) habe bei seinem Backtest, der auch die Volatilität am Gesamtmarkt berücksichtige, zwar grundsätzlich am schwächsten
abgeschnitten. Er begründet dies mit hohem Kapitalaufwand und Verbindlichkeiten sowie anhaltenden Sorgen um die Lagerbestände. Die Verpackungsspezialisten Gerresheimer und Schott Pharma ragten
allerdings nach der relativen Schwäche des Subsektors positiv heraus.
Deutsche Bank Research senkt das Kursziel für BMW
Deutsche Bank Research hat das Kursziel für BMW von 105 auf 103 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die jüngste Erholung deutscher Autowerte könnte sich nur als Zwischenspiel erweisen, schrieb Tim Rokossa in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Ausblicke der Unternehmen auf 2026 dürften die anhaltenden Probleme in China reflektieren sowie die Belastungen durch das geopolitische Umfeld, etwa in Form der US-Zollpolitik.
UBS stuft Bayer auf "Neutral"
Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Bayer auf "Neutral" belassen. Bayer und GSK stünden hinsichtlich der Wachstumsperspektiven bis 2031 unter Europas Pharmawerten am schlechtesten da, schrieb Matthew Weston am Donnerstagabend in seinem Ausblick auf 2026. Hier glänze vor allem Astrazeneca - sein Favorit für 2026. Die weiter zunehmende Umsatzkonzentration bei Bayer auf Nubeqa und Kerendia komme den Margen zugute. Dafür sei man massiven Generika-Risiken ausgesetzt - zunächst bei Eylea und Xarelto und ab 2032 dann bei Kerendia und Nubeqa.
Barclays senkt das Kursziel für Hellofresh
Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Hellofresh von 7,00 auf 6,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Die Trends im europäischen Internetsektor seien 2026 recht stabil, schrieb Andrew Ross in einem am Freitag vorliegenden Branchenausblick. Das Umsatzwachstum dürfte stabil bleiben und die Margen dürften leicht zulegen. Thema blieben die Auswirkungen des KI-Trends. Mit Prosus gebe es nur einen klaren Gewinner und lediglich Auto1 erscheine immun, während es bei den meisten anderen Unternehmen positive wie negative Aspekte gebe. Die Favoriten des Analysten sind Auto1, Redcare und Vend Marketplaces, während er auf Asos, Ocado and Rightmove am skeptischsten schaut.
Autor: wO-Redaktion (mit Agenturmaterial dpa-AFX)
