Trump-Zölle schocken Anleger
Goldpreis-Prognose: Neue Strafzölle könnten Gold auf 5.000 USD katapultieren
Eskaliert der Goldpreis? Trump schwingt einmal mehr den Zoll-Hammer. Die Grönland-Frage spitzt sich zu. Dass das Ganze an einem Wochenende passiert, erhöht die Brisanz. Wie reagieren die Finanzmärkte – vor allem Gold?
- Trump droht mit Zöllen, Goldpreis könnte steigen.
- Geopolitik und Zentralbankkäufe treiben Gold-Nachfrage.
- Goldpreis-Prognose: 5.000 US-Dollar in Sicht!
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Goldpreis aktuell: Trump mischt die Karten neu
Zuletzt konsolidierten die Edelmetalle. Gewinnmitnahmen verhagelten den Wochenschluss. Platin, Palladium und nicht zuletzt Silber gingen in die Knie. Der Goldpreis zog sich dabei noch recht achtbar aus der Affäre und beendete die Handelswoche im Bereich von 4.600 US-Dollar. Doch angesichts der Entwicklungen vom Wochenende dürfte das Ganze von untergeordneter Bedeutung sein. Trumps Zolldrohungen gegen Staaten, die sich beim Thema Grönland offen gegen ihn stellen, bieten ein enormes Eskalationspotenzial. In der EU wird bereits nach Gegenzöllen gerufen. Ein handfester Handelskrieg ist zu befürchten. Aktienindizes, wie Dax, Dow Jones Ind. oder Nasdaq 100, die trotz jüngster Kursgewinne alles andere als stabil wirken, könnten ins Wanken geraten. Sichere Häfen wie Gold und Silber könnten hingegen von den jüngsten Entwicklungen massiv profitieren.
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Strafzölle, Geopolitik, Zentralbankkäufe: Die wichtigsten Gold-Treiber im Überblick
Handelskonflikte und geopolitische Brandherde schürten und schüren unter Anlegern und Investoren Verunsicherung. Bereits in den letzten Monaten und Jahren nahm der Stellenwert von vergleichsweise sicheren Anlagen – wie Gold und Silber – deutlich zu. Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil. Doch nicht nur Anleger griffen zu. Auch Noten- und Zentralbanken schichteten in Gold um. Die immensen Goldkäufe der Zentralbanken sind ein maßgeblicher Preistreiber für Gold und nicht zuletzt eine Reaktion auf die eklatante Schwäche des US-Dollars sowie dessen sinkende Bedeutung im Weltfinanzsystem. Die Entwicklung des US-Dollar-Index verdeutlicht die Schwäche des Greenbacks besonders eindrucksvoll. Vor dem Hintergrund der Gemengelage ist und bleibt Gold alternativlos!
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Investoren strömen in Gold-ETFs
In der letzten Gold-Kommentierung an dieser Stelle thematisierten wir die Stabilisierung der Bestände des SPDR Gold Shares, des weltgrößten physisch besicherten Gold-ETFs. Um die Befindlichkeiten im Goldsektor zu erfassen, lohnt es, stellvertretend für den Sektor die Bestandsentwicklung des SPDR Gold Shares zu verfolgen. Nach einer Stabilisierung der ETF-Bestände zogen diese zuletzt deutlich an. ETF-Investoren dürften damit auf die Zuspitzung der geopolitischen Lage – insbesondere auf die Situation im Iran – reagiert haben. Sollten sich die Gold-ETF-Käufe angesichts des eskalierten Grönland-Konflikts weiter verstärken, könnte das die Entwicklung des Goldpreises maßgeblich befeuern und dem Edelmetall einen Schub in Richtung 5.000 US-Dollar geben.
Gold-Silber-Ratio – Gold hat im Vergleich zu Silber unverändert Nachholpotenzial
Der Goldpreis beendete die Handelswoche bei 4.595 US-Dollar und der Silberpreis bei 89,95 US-Dollar. Die Gold-Silber-Ratio weist entsprechend einen Wert von etwas mehr als 51 auf. Zum Zeitpunkt der letzten Gold-Kommentierung lag die Ratio bei 56 und damit bereits unter dem langfristig relevanten Durchschnittswert von 60. Aus dem aktuellen Ratio-Wert von 51 resultiert bereits ein gewisses Nachholpotenzial von Gold im Vergleich zu Silber. Wie sehr die Ratio zugunsten von Silber gekippt ist, verdeutlicht ein Blick ins Frühjahr 2025. Damals thematisierten wir an dieser Stelle Ratio-Werte von über 100.
Goldpreis-Prognose – Erst ein Blick zurück
Die aktuelle Situation erinnert ein wenig an den März / April 2025. Trumps Zollpolitik – Stichwort „Liberation Day“ - hielt die Finanzmärkte Anfang April in Atem. Die Aktienmärkte wankten. Hochbewertete Tech-Aktien, wie Nvidia und Palantir, taumelten. Und wie reagierte der Goldpreis? Nach anfänglichem Zögern startete Gold durch. Damals setzte der Goldpreis zunächst auf die 3.000er Marke zurück. Doch bereits zwei Wochen später klopfte das Edelmetall mit Vehemenz an der Marke von 3.500 US-Dollar. Eine ähnliche Reaktion auf die Entwicklungen vom Wochenende sollte nicht überraschen. Die 5.000 US-Dollar könnten dabei schneller in den Fokus geraten, als dem einen oder anderen lieb sein dürfte.
Fazit – Gold bald bei 5.000 US-Dollar?
Die zentrale Frage lautet: Wie reagieren die Märkte am Montag auf die Entwicklungen vom Wochenende? Kommt gar Panik auf? Die Aktienindizes – vor allem der Dax - hatten sich zuletzt in luftige Höhen aufgeschwungen und sind somit anfällig für Gewinnmitnahmen.
Es sollte nicht überraschen, wenn das Kapital angesichts der Gemengelage in Gold und Silber strömt. Neue Rekordpreise sind nah. Vor allem die Konstellation bei Silber, das die 100 US-Dollar vor Augen hat, verspricht enorme Spannung.
In Bezug auf Gold gilt aus charttechnischer Sicht: Solange das Edelmetalle oberhalb von 4.000 US-Dollar / 3.800 US-Dollar notiert, ist das Preisziel von 5.000 US-Dollar aktiv. Und bei den 5.000 US-Dollar muss es nicht bleiben. Somit dürften auch Goldaktien in 2026 erhebliches Kurspotenzial bieten. Die Aktien von Goldproduzenten, wie Barrick Mining, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines, Kinross Gold & Co. könnten ihren imposanten Höhenflug auch in den nächsten Monaten fortsetzen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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