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Zurück aufs Corona-Hoch? Drägerwerk-Aktie startet mit Volldampf in 2026
Drägerwerk übertrifft 2025 die eigenen Prognosen mit einem Rekordumsatz und starkem EBIT. Trotz moderater Wachstumserwartungen für 2026 bleibt die Profitabilität auf solidem Niveau. Und die Aktie nimmt Fahrt auf.
- Drägerwerk erzielt 2025 Rekordumsatz von 3,48 Mrd. €
- EBIT steigt auf 226-236 Mio. €, Marge bei 6,5-6,8%
- Aktie verdoppelt sich seit Ende 2024, 30% 2026+
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Der Medizintechnik- und Sicherheitstechnik-Spezialist Drägerwerk hat 2025 einen Rekordumsatz erzielt und damit die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 5,3 Prozent und nominal um 3,3 Prozent auf rund 3,48 Milliarden Euro.
Der Erfolg ist das Ergebnis einer starken Performance in beiden Geschäftsbereichen: Die Medizintechnik legte nach einem schwächeren Jahr 2024 um 7,4 Prozent zu, während die Sicherheitstechnik ein moderateres, aber ebenfalls positives Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnete.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf rund 226 bis 236 Millionen Euro, deutlich über den 194 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge kletterte von 5,8 auf 6,5 bis 6,8 Prozent. Auch die Bruttomarge verbesserte sich leicht auf 45,4 Prozent. Ein starker Endspurt im vierten Quartal trug maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Analysten zeigen sich beeindruckt, zumal der Konzern trotz internationaler Herausforderungen wie Zollstreitigkeiten und ungünstigen Wechselkursen hervorragende Ergebnisse liefern konnte.
Die Zahlen sorgten für ein Kursfeuerwerk. Seit Anfang des neuen Jahres haben die Papiere bereits um 30 Prozent zugelegt. Seit Ende 2024 hat sich der Aktienwert glatt verdoppelt, was den Traumstart in das Jahr 2026 unter den Nebenwerten unterstreicht. Nach Jahren der Kursschwäche knüpft die Aktie wieder an ihren erfolgreichsten Zeiten an, die Corona-Pandemie.
Dräger ist Weltmarktführer für Beatmungsgeräte und ein bedeutender Hersteller von FFP-Masken. Die Nachfrage war so gigantisch, dass die Lübecker ihre Produktion verdoppelten. Allein die Bundesregierung bestellte damals 10.000 Beatmungsgeräte auf einmal.
Die Drägerwerk-Aktie war 2020 und 2021 einer der extremsten "Corona-Profiteure" am deutschen Aktienmarkt, erlebte danach aber eine ebenso deutliche Korrektur. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 kletterte sie innerhalb weniger Wochen auf über 80 bis zeitweise fast 110 Euro. Nach dem Pandemie-Hoch brach der Aktienkurs zwar ein, doch in den vergangenen Monaten hat sich das Unternehmen erfolgreich neu aufstellt. So profitiert Dräger inzwischen von einer starken Nachfrage in der Sicherheitstechnik (z.B. für Feuerwehren und die Industrie).
Für 2026 gibt das Management von Drägerwerk einen konservativen Ausblick. Das Umsatzwachstum wird auf 1 bis 5 Prozent prognostiziert, wobei währungsbereinigt ein Plus von 2 bis 6 Prozent erwartet wird. Die EBIT-Marge soll zwischen 5 und 7,5 Prozent liegen, was eine solide Profitabilität trotz des moderaten Wachstums verspricht. Besonders positiv: Der Auftragseingang stieg auf fast 3,6 Milliarden Euro, was die Basis für das kommende Jahr bildet.
Im Einklang mit seiner Dividendenpolitik plant Drägerwerk, etwa 30 Prozent des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Die genaue Dividende wird zusammen mit den endgültigen Geschäftszahlen für 2025 im März bekannt gegeben.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Draegerwerk Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +10,78 % und einem Kurs von 88,40EUR auf Tradegate (16. Januar 2026, 22:26 Uhr) gehandelt.
