WOCHENAUSBLICK

    373 Aufrufe 373 0 Kommentare 0 Kommentare

    US-Zolldrohungen könnten Dax-Rekordfahrt vorerst stoppen

    Für Sie zusammengefasst
    • US-Strafzölle bremsen Anlegereuphorie in Deutschland.
    • Dax fiel unter 25.000 Punkte, dann wieder gestiegen.
    • Geopolitische Risiken könnten Märkte negativ beeinflussen.
    WOCHENAUSBLICK - US-Zolldrohungen könnten Dax-Rekordfahrt vorerst stoppen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die am Samstag angekündigten US-Strafzölle gegen Deutschland und weitere europäische Staaten könnten zumindest vorerst die aktuelle Anlegereuphorie bremsen. Die von IG Markets errechnete Indikation für den Dax fiel am Montagmorgen zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zurück, kletterte aber zuletzt wieder über diese. Erst wenige Tage zuvor hatte der Dax bei 25.508 Zählern ein Rekordhoch erreicht. Experten hatten sich einen Tag vor den Zolldrohungen noch verhalten optimistisch zu den Aussichten am deutschen Aktienmarkt geäußert.

    Hintergrund ist der Streit um Grönland. Trump will die zu Dänemark gehörende Arktisinsel den USA einverleiben und hatte zusätzliche Zölle gegen Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien angekündigt, um seinen Plan durchzusetzen. Die US-Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt wird, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Ab dem 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab dem 1. Juni 25 Prozent.

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu DAX Performance!
    Long
    23.218,43€
    Basispreis
    2,08
    Ask
    × 12,60
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    27.200,18€
    Basispreis
    19,15
    Ask
    × 12,25
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von

    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Direkt zu Wochenbeginn dürften am Montag deutlich weniger ausländische Anleger mitmischen. Wegen des "Martin Luther King Day" wird an den US-Börsen nicht gehandelt. Angesichts möglicher marktrelevanter Schlagzeilen an einem verlängerten Wochenende berge das ein gewisses Risiko, schrieben die Experten von Index Radar am Freitag vorherseherisch: "Die Märkte mögen Pausen, Überraschungen hingegen meist nicht."

    Dabei spielten geopolitische Risiken an der Börse zuletzt nur eine untergeordnete Rolle. "Die Diskussionen um eine mögliche US-Angliederung Grönlands und die drohende US-Intervention im Iran werden bisher weitgehend ignoriert", stellte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades ebenfalls am Freitag fest. Da sich die Frage stelle, ob schwerwiegende politische oder gar militärische Eskalationen in den Kursen eingepreist seien, drohe jedoch ein böses Erwachen.

    Aus Sicht des Experten Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg reicht eine mittlerweile hohe Bewertung offensichtlich noch nicht aus, um die Kursrally zu bremsen. Er sieht aber eine Reihe weiterer Risiken: "US-Präsident Donald Trump bastelt an einer neuen Weltordnung, die KI-Story zeigt erste Risse, und die US-Notenbank Fed droht ihre Unabhängigkeit zu verlieren." Mit Blick auf die vergangenen drei starken Jahre im Dax wähnten sich die Anleger aber in Sicherheit und unterschätzten Gefahren.

    Der Blick der Anleger dürfte zunächst sich von der Unternehmenswelt, auf die in der Berichtssaison typischerweise besonders geachtet wird, zum politischen Geschehen wenden. Erwogen wird ein EU-Sondergipfel, möglicherweise als Online-Schalte. Gelegenheit zum Krisengespräch könnte auch das Weltwirtschaftsforum in Davos sein: US-Präsident Donald Trump wird dort am Mittwoch erwartet, ebenso wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

    In den USA stehen im Wochenverlauf zum Beispiel Quartalszahlen von dem Streaming-Riesen Netflix , dem Mischkonzern 3M und der Fluggesellschaft United Airlines an. Hierzulande sind dagegen noch nicht viele Unternehmensmeldungen zu erwarten.

    Auf Konjunkturseite dürften die Einkaufsmanagerindizes am Freitag besondere Beachtung finden. "Bei der Unternehmensaktivität lässt sowohl in Deutschland als auch in Europa insgesamt der echte Aufschwung immer noch auf sich warten", kommentierte Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. Zwar dürfe die Wirtschaft nicht zuletzt dank der gesunkenen Zinsen 2026 etwas besser als im Vorjahr laufen, von Optimismus sei man aber noch weit entfernt.

    Neben frischen Erzeugerpreisdaten aus Deutschland dürften am Dienstag auch die ZEW-Konjunkturerwartungen eine Rolle spielen. Auf Basis ermutigender Signale aus der Industrie im vierten Quartal könnte die deutsche Wirtschaft mit Schwung ins neue Jahr gestartet sein, schrieb Simon Azarbayjani von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die ZEW-Umfrage sollte daher etwas mehr konjunkturelle Zuversicht zeigen./niw/la/nas/he

    --- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---Ž

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Netflix Aktie

    Die Netflix Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,93 % und einem Kurs von 167,8 auf NYSE (17. Januar 2026, 02:04 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Netflix Aktie um -6,23 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -12,24 %.

    Die Marktkapitalisierung von Netflix bezifferte sich zuletzt auf 276,76 Mrd..






    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    WOCHENAUSBLICK US-Zolldrohungen könnten Dax-Rekordfahrt vorerst stoppen Die am Samstag angekündigten US-Strafzölle gegen Deutschland und weitere europäische Staaten könnten zumindest vorerst die aktuelle Anlegereuphorie bremsen. Die von IG Markets errechnete Indikation für den Dax fiel am Montagmorgen zeitweise unter …

    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero