Die Rallye geht weiter
Neue Allzeithochs bei Gold & Silber: Grönland-Krise treibt an!
In der Nacht zum Montag waren Edelmetalle gefragt, nachdem US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage den Zollhammer ausgepackt hat.
- Trump droht mit Zöllen, Edelmetalle steigen stark.
- Gold und Silber erreichen neue Allzeithochs.
- Politische Unsicherheiten treiben Spekulationen an.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Trump droht mit neuen Zöllen: Edelmetalle gefragt!
Die USA schielen unter der Trump-Administration weiter auf Grönland. Die Insel gilt als strategisch wichtiges Asset zur Beherrschung der Arktis – und der immer häufiger eisfreien Nordost-, sowie Nordwestpassage. Um den Druck sowohl auf Dänemark, aber auch die EU zu erhöhen, sich in der Frage zu bewegen, hat US-Präsident Donald Trump die Einführung neuer Zölle angekündigt.
Das hat in der Nacht auf Montag einerseits für tiefrote Aktienmarkt-Futures, andererseits aber zu einer erhöhten Nachfrage nach als sicher geltenden Anlagen wie Edelmetallen geführt. Nach einer kleinen Zwischenkorrektur am vergangenen Freitag konnten Gold, Silber und Co. ihre Rekordjagd fortsetzen.
Gold und Silber klettern auf neue Allzeithochs
Für das seit Wochen die Schlagzeilen beherrschende Silber ging es in der Nacht auf Montag am Spot-Markt um rund 3,5 Prozent bergauf. Dabei konnte erstmals ein Kurs von über 94 US-Dollar pro Feinunze erzielt werden, nachdem diese Marke in der vergangenen Woche noch verfehlt wurde.
Auch Gold war erneut gefragt, das sich mit einem Plus von knapp 2 Prozent zwischenzeitlich der Marke von 4.700 US-Dollar pro Feinunzen genähert hat. Am frühen Montagmorgen einsetzende Gewinnmitnahmen verhinderten das Überwinden des nächsten Hunderters aber bislang.
Auch andere Metalle setzen ihren Höhenflug fort
Im Windschatten von Gold und Silber ging der starke Preisauftrieb auch bei anderen Edel- und Industriemetallen weitern. Platin und Palladium konnten jeweils rund 1 Prozent zulegen, Nickel kletterte um knapp 2 Prozent, während sich Zink und Blei um etwa ein halbes Prozent verteuerten.
Damit ist Nickel innerhalb der Industriemetalle aktuell der Spitzenreiter mit einem Plus von knapp 22 Prozent in nur einem Monat. Zum Vergleich: Kupfer konnte im selben Zeitraum "nur" um 7,5 Prozent zulegen. Im letzten wO-TrendFinder des alten Börsenjahres wurde mit Eramet ein passender Profiteur vorgestellt, der sich seither stark verteuert hat.
Fazit: Politische Sorgen und Spekulationswut treiben an
Der politische Konflikt um Grönland sowie der erneut aufflammende Handelsstreit zwischen den USA und der EU sorgt unter Anlegerinnen und Anlegern für ein erhöhtes Absicherungsbedürfnis und weiter steigende Edelmetall-Kurse sowie für neue Allzeithochs bei Gold und Silber.
Auch die ungebrochene Spekulationswut unter privaten Investoren treibt die Rallye an. In sozialen Medien ist Silber weiter eines der am häufigsten diskutierten Assets. Das könnte einerseits für weiter steigende Kurse sorgen, birgt andererseits aber auch wachsende Risiken.
Technisch ist die Rallye angesichts von RSI-Werten jenseits von 90 inzwischen extrem weit fortgeschritten, während die Rohstoffbörse CME ihre Sicherheitsanforderungen bereits mehrfach angehoben hat. Das sorgte in der Vergangenheit verlässlich nicht nur für Korrekturen, sondern sogar Crashs mit mehrjährigen Bärenmärkten. Auf den aktuellen Preisniveaus ist daher Vorsicht geboten.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

