Was Analysten jetzt raten

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    BMW, VW & Co. brechen ein: Trumps Zolldrohung bremst Auto-Aktien aus

    Rot soweit das Auge reicht: Europas Autobauer geraten nach den US-Zoilldrohungen zum Wochenstart kräftig unter Druck. Unterdessen hat Berenberg seine Ratings für den Sektor überarbeitet. Welche Aktie ist jetzt ein Kauf?

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    Was Analysten jetzt raten - BMW, VW & Co. brechen ein: Trumps Zolldrohung bremst Auto-Aktien aus

    Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende im Konflikt um Grönland neue Strafzölle auf EU-Waren angekündigt hatte, gehen die Aktien der europäischen Autobauer zum Wochenstart in die Knie. 

    Eine halbe Stunde nach Xetra-Start notieren die Aktien von Mercedes, BMW, Porsche und VW allesamt zwischen 3 und 5 Prozent im Minus. Auch Zulieferer wie Infineon, Continental und Aumovio geraten unter Druck. "Welche Zölle am Ende auf beiden Seiten drohen könnten, ist kaum absehbar. Denn das im vergangenen Jahr ausgehandelte Zollabkommen zwischen der EU und den USA steht ebenfalls auf der Kippe", schreibt Thomas Altmann von QC Partners. "Für die deutsche Wirtschaft könnte das massive Folgen haben. Denn die USA sind der wichtigste ausländische Absatzmarkt für Produkte 'made in Germany'".

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    Während Autoaktien also zunächst im Schatten der Zollangst an Boden verlieren, äußerten sich die Analysten von Berenberg grundsätzlich positiv für die Branche. In einer neuen Sektoranalyse haben die Experten die Aussichten für die Branche hervor und passen ihre Kursziel an.

    Neue, kosteneffizientere Plattformen laufen an, Hybrid- und Verbrennerzyklen stützen kurzfristig Cashflow und Margen. Doch ein Faktor könne jede schnelle Neubewertung deckeln: Der China-Wettbewerb – und in Europa der zunehmende Preisdruck durch chinesische Anbieter, die ihre Produktion vor Ort hochfahren wollen.

    Im Zuge ihres Branchenüberblicks stufen die Analysten die Papiere von BMW und Renault von Kaufen auf Halten ab. Die Details:

    BMW – Rating: Hold (zuvor Buy), Kursziel: 92,00 Euro. Berenberg hält BMW operativ für robust und sieht die Phase hoher Investitionen weitgehend hinter dem Konzern. Gleichzeitig wird die Bewertung als "voll" eingeschätzt, während die Ergebnisrisiken aus China spürbar steigen. Das Kursziel impliziert nur rund 2 Prozent Aufwärtsspielraum zum Schlusskurs.

    Ferrari – Rating: Buy, Kursziel: 381,00 Euro. Nach einer harten Anpassung der Erwartungen für 2026 sehen die Analysten ein saubereres Setup: Modellwechsel, Gegenwind durch Wechselkurse und der graduelle Hochlauf der F80-Auslieferungen prägen das Jahr. Aus Berenberg-Sicht eröffnet das wieder Luft nach oben – rund 24 Prozent gegenüber aktuellen Niveaus.

    Mercedes-Benz – Rating: Hold, Kursziel: 63,00 Euro (zuvor 60,00 Euro). Mercedes zeigt laut Berenberg starken Produktimpuls Richtung 2026, inklusive Technologiewechsel bei neuen Generationen. Trotzdem bleibt die China-Lage für Premiumhersteller ein Bremsklotz. Das neue Kursziel entspricht rund 6 Prozent Potenzial.

    Porsche AG – Rating: Hold, Kursziel: 47,00 Euro (zuvor 48,00 Euro). Berenberg verweist auf das herausfordernde Umfeld im Premium- und Luxussegment in China, das Nachfrage und Preissetzung belastet. Positiv wirken neue Produkte, aber der Gegenwind bleibt hoch. Das Kursziel liegt rund 10 Prozent über dem Referenzkurs.

    Renault – Rating: Hold (zuvor Buy), Kursziel: 38,00 Euro (zuvor 45,00 Euro). Trotz besserer operativer Umsetzung als viele Wettbewerber blieb die Aktie aus Sicht der Analysten hinter der Entwicklung zurück. Vor Renault liegen strategische Aufgaben wie Elektrifizierung, Preisdruck und Internationalisierung, die kurzfristig auf die Marge drücken könnten. Das Kursziel signalisiert rund 16 Prozent Luft.

    Stellantis – Rating: Buy, Kursziel: 10,00 Euro (zuvor 9,50 Euro). Kurzfristig bleibt ein Risiko durch mögliche strategische Wertberichtigungen, doch Berenberg erwartet ab 2026 Rückenwind durch ein erneuertes US-Produktportfolio und weniger strenge Emissionsvorgaben. Auf Basis der Kurse ergibt sich ein Potenzial von rund 16 Prozent.

    Volkswagen – Rating: Buy, Kursziel: 118,00 Euro (zuvor 113,00 Euro). VW bleibt Berenbergs Favorit im europäischen OEM-Universum: Fortschritte im Kerngeschäft, starke Modelloffensive (inklusive Audi) sowie eine unterschätzte "local-for-local"-Strategie in China gelten als Pluspunkte. Hinzu kommt Portfoliowert als Option. Das Kursziel entspricht etwa 15 Prozent Aufwärtsspielraum.

     

    Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion


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