Aktie schießt hoch

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    Bayer: Supreme Court prüft den Durnell-Fall – Roundup-Klagen könnten kippen

    Der Supreme Court nimmt den Durnell-Fall an und eröffnet Bayer die Chance auf ein Grundsatzurteil, das tausende Roundup-Klagen schwächen könnte. Die Aussicht auf rechtliche Klarheit lässt die Aktie deutlich haussieren.

    Für Sie zusammengefasst
    • Supreme Court prüft Durnell-Fall zu Glyphosat-Klagen.
    • Bayer-Aktie steigt um fast 8 Prozent im Handel.
    • Positives Urteil könnte viele Klagen entwerten.
    • Report: Vorsicht, geheim!
    Aktie schießt hoch - Bayer: Supreme Court prüft den Durnell-Fall – Roundup-Klagen könnten kippen

    Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, den sogenannten Durnell-Fall im Zusammenhang mit den Glyphosat-Klagen gegen Bayer zu überprüfen. Eine Entscheidung wird bis Juni erwartet. Bayer erklärte am 16. Januar, die Überprüfung könne helfen, die Klageflut einzudämmen, da sie eine bestehende Uneinigkeit unter US-Berufungsgerichten klären könnte: nämlich ob Bundesrecht staatliche Warnhinweisklagen zu Roundup, dem glyphosathaltigen Herbizid des Konzerns, überstimmt. Bereits im Dezember hatte der US-Solicitor General eine Annahme des Falls unterstützt und ein Urteil zugunsten Bayers empfohlen.

    Die Nachricht löste eine deutliche Kursreaktion aus: Die Bayer-Aktie stieg im frühen Frankfurter Handel zeitweise um fast 8 Prozent und setzte damit ihre Erholung fort. Auf Zwölfmonatssicht hat sich der Kurs bereits mehr als verdoppelt. Der Supreme Court nahm die Berufung gegen ein Urteil aus Missouri an, in dem eine Jury einem Kläger 1,25 Millionen US-Dollar zugesprochen hatte. Das Gericht soll nun entscheiden, ob Bundesrecht die Grundlage solcher Warnhinweis-Klagen der Bundesstaaten aushebelt. Bayer betont, die US-Umweltbehörde EPA sehe bei sachgemäßer Anwendung keine Gesundheitsrisiken und habe die Produktkennzeichnung ohne Krebswarnung genehmigt.

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    Markus Manns von Union Investment sprach von einem "wichtigen Meilenstein". Ein Sieg würde zwar nicht alle Fälle beenden, aber "die Risiken erheblich verringern". Bayer hat seit der Monsanto-Übernahme 2018 bereits mehr als 10 Milliarden US-Dollar für Vergleiche und Urteile gezahlt und weitere 6 Milliarden US-Dollar zurückgestellt. Rund 197.000 Ansprüche wurden seitdem angemeldet, von denen etwa 132.000 erledigt oder nicht vergleichsberechtigt sind. Ein positives Urteil könnte mehrere zehntausend verbleibende Fälle rechtlich entwerten oder zu außergerichtlichen Lösungen führen.

    Analysten reagierten überwiegend positiv. Bank of America und Morgan Stanley verwiesen auf sinkende Rechtsrisiken sowie auf bessere Aussichten im Pharmageschäft. Jefferies bestätigte "Hold" mit einem Kursziel von 25 Euro und sieht die Annahme als weiteren Schritt, "das Problem bis Ende 2026 endlich zu lösen". JPMorgan hält an "Overweight" mit 50 Euro fest und erwartet Kursauftrieb durch potenziell geringere Rückstellungen. Zusätzlich sieht Analyst Richard Vosser einen möglichen Impuls am 5. Februar durch neue Phase-III-Daten zu Asundexian, die er positiv einschätzt.

    Bayer-Chef Bill Anderson bezeichnete die Annahme als "gute Nachricht" und betonte: "Sie ist auch ein wichtiger Schritt in unserer mehrgleisigen Strategie, um die Rechtsstreitigkeiten signifikant einzudämmen."

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Bayer Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,35 % und einem Kurs von 44,39EUR auf Tradegate (19. Januar 2026, 10:19 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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