Schon wieder?
Saylor im Bitcoin-Rausch: Strategy könnte erneut massiv zukaufen
Nur wenige Tage nach einem milliardenschweren Zukauf deutet Strategy-CEO Michael Saylor an, dass bereits der nächste große Kauf anstehen könnte.
- Saylor deutet neuen Bitcoin-Kauf an, bleibt optimistisch.
- Strategy erwirbt 14.910 Bitcoin für 1,25 Mrd. USD.
- Aktie unter Druck, trotz wachsendem Bitcoin-Bestand.
- Report: Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Michael Saylor, Chairman von Strategy, hat erneut Spekulationen über einen weiteren Bitcoin-Erwerb angeheizt. In einem Beitrag auf der Plattform X veröffentlichte Saylor am Sonntag einen Screenshot des Analyse-Tools StrategyTracker, der den Bitcoin-Kurs zusammen mit den bisherigen Kaufzeitpunkten des Unternehmens zeigt. Kommentiert wurde das Bild mit den Worten "Bigger Orange" – eine Anspielung, die Marktbeobachter seit Jahren als Vorboten neuer Käufe interpretieren.
Milliardenwette setzt sich fort
Der Post kommt nur wenige Tage, nachdem Strategy einen der größten Einzelkäufe seiner Geschichte offengelegt hatte. Am 11. Januar erwarb das Unternehmen 13.627 Bitcoin für rund 1,25 Milliarden US-Dollar. Bereits am 4. Januar hatte Strategy 1.283 Bitcoin für 115,97 Millionen US-Dollar gekauft. Insgesamt summieren sich die Zukäufe seit Jahresbeginn damit auf 14.910 Bitcoin.
Mit diesen Transaktionen ist der Bitcoin-Bestand von Strategy auf 687.410 Einheiten angewachsen. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 75.353 US-Dollar pro Coin.
Größter Unternehmenshalter – mit wachsendem Risiko
Mit rund 3,27 Prozent des maximal möglichen Bitcoin-Angebots von 21 Millionen Einheiten ist Strategy inzwischen der mit Abstand größte börsennotierte Unternehmenshalter der Kryptowährung. Saylor selbst hat sich in den vergangenen Jahren als prominentester Verfechter einer radikalen Bitcoin-Treasury-Strategie etabliert und nutzt soziale Medien regelmäßig, um bevorstehende Schritte anzudeuten.
Die Finanzierung der Käufe erfolgt über ein Bündel an Kapitalmarktinstrumenten, darunter vor allem wandelbare Anleihen. Diese Konstruktion senkt kurzfristig die Liquiditätsbelastung, erhöht jedoch den Verschuldungsgrad und macht das Unternehmen anfälliger für Marktverwerfungen.
Aktie bleibt unter Druck
Während die Bitcoin-Bestände wachsen, bleibt die Entwicklung der Strategy-Aktie enttäuschend. Auf Jahressicht hat das Papier mehr als 50 Prozent an Wert verloren. Zwar konnte sich der Kurs zuletzt etwas vom Jahrestief bei 150 US-Dollar lösen, doch die Skepsis vieler Investoren bleibt hoch.
Belastend wirkten im vergangenen Quartal vor allem Sorgen über die anhaltende Emission kurzfristiger Schuldtitel zur Finanzierung der Bitcoin-Käufe. Hinzu kamen zeitweise Befürchtungen, der Indexanbieter MSCI könnte Unternehmen mit hoher Krypto-Exponierung – darunter Strategy – aus wichtigen Indizes ausschließen. Diese Pläne wurden zwar zurückgestellt, hinterließen jedoch Spuren bei der Aktie.
Bitcoin schwächelt, Saylor bleibt unbeirrt
Bitcoin notiert am Montagmittag bei rund 92.950 US-Dollar und damit mehr als zwei Prozent im Minus. Vom Allzeithoch ist die Kryptowährung weiterhin etwa 26 Prozent entfernt. Trotz der Volatilität gibt sich Saylor gelassen. Der Manager betonte zuletzt mehrfach, dass Strategy auch stärkere Kursschwankungen aushalten könne.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

