Doppelschlag zum Wochenstart

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    LVMH-Aktie: Dieses Downgrade hat gesessen!

    Die Aktie des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH handelte zum Wochenauftakt denkbar schwach. Grund war neben US-Präsident Donald Trump auch ein Downgrade.

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    Doppelschlag zum Wochenstart - LVMH-Aktie: Dieses Downgrade hat gesessen!

    Donald Trump schickt Luxus-Aktien in den Keller

    Nach einer katastrophalen ersten Jahreshälfte konnte die LVMH-Aktie in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zu einer Erholungsrallye ansetzen. Ausgehend vom Mehrjahrestief bei rund 440 Euro konnte sich das Papier zeitweise um fast 50 Prozent verteuern.

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    Doch eine Fortsetzung der Rallye dürfte vorerst vom Tisch sein, nachdem die Grönland-Frage den Handelskonflikt zwischen den USA und Europa wieder aufflammen lässt – und US-Präsident Donald Trump einmal mehr den Zollhammer ausgepackt hat.

    Für die Anteile des französischen Herstellers von Luxusartikeln ging es zum Wochenauftakt um mehr als vier Prozent bergab, nachdem die Aktie schon in der vergangenen Woche deutlich an Boden verloren hatte und das Chartbild damit immer stärker auf ein lokales Top hindeutet.

    Bei LVMH kam noch ein Downgrade dazu

    Zusätzlichen Gegenwind lieferte über die neuen Zolldrohungen hinaus ein Downgrade der US-Investmentbank Morgan Stanley. Die hat ihre Empfehlung zum Übergewichten der Aktie kurzerhand gestrichen und bewertet LVMH nun nur noch mit "Gleichgewichten". Das Kursziel wurde mit 635 Euro jedoch unangetastet gelassen.

    Als Grund für ihre veränderte Einschätzung nennt die Bank begrenztes Potenzial zur Oberseite nach der in den vergangenen Monaten steilen Erholungsrallye sowie gleichzeitig größere Risiken zur Unterseite für die Ertragslage des Konzerns. Hierfür verweist Morgan Stanley explizit auch auf die zu befürchtenden neuen US-Zölle.

    Weitere Belastungen für das Gewinnergebnis könnten sich nach Meinung von Lead-Analyst Edouard Aubin, der laut des Vergleichsportals für Wall-Street-Expertinnen und -Experten TipRanks als mäßig zuverlässiger Experte gilt, auch durch ungünstige Wechselkurse sowie ein schwaches Abschneiden des Spirituosengeschäfts ergeben.

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    ISIN:FR0000121014WKN:853292Indikator:SMA 200 Tage

    Die gesamte Branche geriet ins Kreuzfeuer

    Die schwache Vorstellung des Branchenprimus hatte Folgen für die gesamte Branche. Auch die Anteile von Kering (-4,1 Prozent) und Hermes (-3,5 Prozent) gaben deutlich nach. Aus der Schweiz gerieten Richemont (-2,3 Prozent) und Swatch (-1,8 Prozent) unter Druck, in Italien erwischte es mit überdurchschnittlich hohen Verlusten Moncler (-2,0 Prozent), Brunello Cucinelli (-3,5 Prozent) sowie Sportwagenhersteller Ferrari (-2,6 Prozent).

    Am deutschen Aktienmarkt sorgten die neuen Zolldrohungen der US-Regierungen vor allem bei Adidas für Unsicherheit, das mit einem Minus von fast 5 Prozent am DAX-Ende landete. Auch hier dürfte es mit der erst vor wenigen Wochen angelaufenen Erholung bereits wieder vorbei sein.

    Bei LVMH richtet sich der Blick nach dem Unterschreiten der 50-Tage-Linie bei 627,56 Euro jetzt auf den GD200, der bei rund 534 Euro verläuft. Horizontal verfügt die Aktie zwischen 570 und 575 Euro noch über eine Unterstützung.

    Fazit: Abwarten und Füße stillhalten!

    Die LVMH-Aktie ist denkbar schwach in die neue Handelswoche gestartet. Neben der Androhung neuer Zölle belastete ein Downgrade der US-Großbank Morgan Stanley das Sentiment. Dazu kommt die technisch verschlechterte Ausgangslage, nachdem das Papier schon in der vergangenen Woche unter die 50-Tage-Linie gefallen war.

    Ein Neueinstieg kann aktuell nicht guten Gewissens empfohlen werden. Hierfür sollte abgewartet werden, bis sich die Wogen zwischen der EU und den USA wieder geglättet haben – oder die Aktie auf ein deutlich tieferes, attraktiveres Bewertungsniveau gefallen ist. Gegenwärtig wird am Markt ein KGVe 2026 von 25,4 abgerufen. Das liegt zwar unter dem 5-Jahres-Durchschnitt von knapp 32, aber über dem Mittel zahlreicher Mitbewerber.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

    Die LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -3,68 % und einem Kurs von 583,4EUR auf Tradegate (19. Januar 2026, 18:45 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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